1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Nohfelden

Ro Gebhardt stellt seine saarländische Gitarrenakademie vor

Ro Gebhardt stellt seine saarländische Gitarrenakademie vor

Neunkirchen. Die Ergebnisse der zurückliegenden vier Workshops stellen die Teilnehmer der saarländischen Gitarrenakademie am heutigen Donnerstag, 19. November, vor. "In diesem Jahr findet das Abschlusskonzert erstmals im größeren Rahmen statt", berichtet Ro Gebhardt im SZ-Gespräch

Neunkirchen. Die Ergebnisse der zurückliegenden vier Workshops stellen die Teilnehmer der saarländischen Gitarrenakademie am heutigen Donnerstag, 19. November, vor. "In diesem Jahr findet das Abschlusskonzert erstmals im größeren Rahmen statt", berichtet Ro Gebhardt im SZ-Gespräch. Wie in den vergangenen Jahren kommen an diesem Abend die Musiker, die an den verschiedenen zweitägigen Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Polyrhythmik teilgenommen haben, noch einmal zusammen, um einem größerem Publikum die Früchte ihrer Arbeit zu präsentieren. "Wir haben vier Combos, drei Duos und einen Solisten", umreißt Gebhardt das bevorstehende Programm des Konzerts, das in diesem Jahr erstmals in der Stummschen Reithalle stattfindet. Bereits im vierten Jahr hatte der Ausnahmeinstrumentalist und Komponist für die von ihm in Kooperation mit der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen aus der Taufe gehobene Workshop-Reihe fachkundige Freunde und Weggefährten als Dozenten gewinnen können. Neben Gebhardt haben Amby Schillo und der in Sachen Brasiljazz international renommierte Hans Joao Limburg die verschiedenen Gruppen in ihrer musikalischen Entwicklung betreut und ihre langjährigen Erfahrungen im praktischen Umgang mit dem jeweiligen Instrument vermittelt. Nachdem im vorigen Jahr das Hauptaugenmerk auf der Stilistik lag, habe man sich in diesem Jahr der zu Unrecht oft vernachlässigten Rhythmik zugewandt. Mehr praktisch arbeitenSchon bei der Konzeption der ersten Veranstaltungsreihe habe er vor allem auf zwei Aspekte, die als Alleinstellungsmerkmal gegenüber vergleichbaren Seminaren gewertet werden können, besonderen Wert gelegt. Ro Gebhardt distanziert sich bewusst von einem vorwiegend zu akademischen und theoriebasierten Vermittlungsansatz, das sich in der Regel nur um den Einzelnen konzentriert, ohne ihn zum Zusammenspiel mit anderen anzuleiten. "Dieses Zusammenspiel ist aber wichtig. So entsteht die Musik nicht im Reagenzglas, sondern wird miteinander entwickelt". Den Vorschlag, einen längeren Workshop in der Jahresmitte anzubieten, hat Gebhardt im Wissen um dessen Ineffektivität abgelehnt. Sein Konzept ist zielgerichteter und erlaubt es ihm, Seminare für Teilnehmer mit unterschiedlichen Vorkenntnissen anzubieten. Man darf gespannt sein, was die auftretenden Bands und Solisten, die mitunter weite Anreisewege in Kauf nehmen, um an den verschieden Workshops mitzuwirken, für heute vorbereitet haben. Der Eintritt zu dem laut Gebhardt in dieser Art einmaligen musikalischen Abend ist frei, und es besteht darüber hinaus noch die Chance, eine E-Gitarre zu gewinnen. Derweil arbeitet Gebhardt schon mal am Programm für die Gitarrenakademie im kommenden Jahr. Die in Musiker- und Kennerkreisen hoch geschätzten Rick Peckham, Antonio Sanchez und Gustavo Amarante hat er als Dozenten ins Auge gefasst. Zudem bereitet er eine Tournee vor. ris