Machtübernahme : Auch mit Superkräften konnte Veit das Rathaus nicht verteidigen

Der Nohfelder Bürgermeister ergab sich den Kosakinnen vom KKV Eisen und mimte dann den Diener.

Es sah mehr nach einer freundlichen Übernahme als nach einem Rathaussturm aus, was den Eisbach-Kosaken vom KKV Eisen in Nohfelden gelang. Sah der Aufmarsch der Kosaken noch recht militärisch aus, so ließ sich Supermann Andreas Veit (CDU) doch recht kampflos gefangen nehmen und von Kerstin Jenet-Molter entführen. Im Kreise der Kosaken, oder besser der Kosakinnen, fühlte sich Supermann sichtlich wohl und so verwundert es auch nicht, dass die Anklage sehr moderat ausfiel.

„Ich kenn den Herrn von diesem Rathaus, der ist ganz zahm, wie eine kleine Haselmaus“, charakterisierte Oberkosakin Kerstin Jenet-Molter den Bürgermeister. „Zack, zack – de Schlessel raus“, gab sie das Kommando und die Kosaken durchsuchten den Delinquenten nach dem Schlüssel, der auch recht bald gefunden ward.

„Denke ihr, nur weil ihr hier e bissje marschiere, würd ich dann auch gleich parriere“, erwiderte Supermann Veit. „Ich bin gewappnet, schaut mich nur an. Ich trainiere en Hoppstädte en der Muckibud mir Muschkele ahn“, verwies er auf sein blaues Sixpack. „Meinen Körper hab ich in Form gebracht, um heut zu gewinnen die große Schlacht. Mit Russland habe ich es ja nicht so sehr. Aber die USA ist mir auch nicht viel mehr wert. Putin und Trump denken, sie wären die größten, wetten? Bei so viel Einbildung kann nur noch Supermann die Welt retten“.

Stilecht mit einem Gläschen Wodka erwarb sich Super-Veit die Gunst der Kosakinnen und Gäste und so wurde zusammen mit dem KKV Eisen, FV Blau Weiß Gonnesweiler, dem Sportverein Sötern, den Fastnachtsfreunden Nohfelden, der Tanzgruppe Piraten aus Wolfersweiler, dem CCW 19 Uhr 71 und deren Prinzenpaar Prinzessin Katja II. und Prinz Oliver I. im Rathaus noch kräftig gefeiert. Die Moderation hatte Helmut Jenet fest in närrischer Hand.

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