Preisgeld für die Stolperstein AG der Gemeinschaftsschule Türkismühle

Aktiv für Demokratie und Toleranz : Schüler für vorbildliche Erinnerungsarbeit ausgezeichnet

Die Stolperstein-AG der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle ist Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“.

Die Stolperstein-Arbeitsgruppe (AG) der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle gehört zu elf Projekten aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ geehrt wurden. Ausgezeichnet wurde die Schülergruppe mit Projektleiter Jörg Friedrich für ihre langjährige Erinnerungsarbeit an das jüdische Leben in der Gemeinde Nohfelden. Dafür erhielt die Schule ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro.

In ihrer AG haben die Schüler mittels Wanderausstellung, Filmen, Unterrichtsmaterialien und einer eigenen Homepage (www.juedischeslebennohfelden.wordpress.com) die Geschichte und das Leben der jüdischen Gemeinde in Nohfelden vom 17. bis 20. Jahrhundert aufgearbeitet und dargestellt. Die Schüler erinnern an Einzelschicksale jüdischer Familien sowie an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung in ihrer Heimatgemeinde. Das Projekt läuft nach Angaben der Schule bereits seit 2011 und wurde intensiv vom Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel unterstützt. Seit 2018 arbeitet die AG an einer Beschilderung der jüdischen Relikte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nohfelden. Dieses Projekt soll bis Mitte des Jahres 2019 auch mit Hilfe des gewonnenen Preisgelds realisiert werden.

Ausgezeichnet wurde die Stolperstein-AG während einer Feier im Festsaal der Staatskanzlei in Mainz von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin und Gastgeberin Malu Dreyer (SPD) sowie den Beiratsmitgliedern des BfDT, Alexandra Kurth und Andreas Eberhardt.  „Die Preisverleihung ist eine herausragende Gelegenheit, den zivilgesellschaftlichen Akteuren Danke zu sagen und ihnen für ihre wichtige Arbeit den Rücken zu stärken“, sagte die Ministerpräsidentin.

Eine weitere Ehrung, so Jörg Friedrich, wartet auf die Gruppe in Berlin. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, überreicht der AG den Margot-Friedländer-Preis.