Polizist aus Leidenschaft

Neunkirchen. Der ranghöchste Polizeibeamte im Kreis Neunkirchen, Polizeidirektor Günter Kremer, feiert am heutigen Freitag seinen 60. Geburtstag. Kremer leitet den Polizeibezirk Neunkirchen seit 2001. Damit trägt er Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiter sowie Polizeidienststellen in allen sieben Kommunen des Kreises. Günter Kremer wurde am 22. Oktober 1950 in Saarbrücken geboren

Neunkirchen. Der ranghöchste Polizeibeamte im Kreis Neunkirchen, Polizeidirektor Günter Kremer, feiert am heutigen Freitag seinen 60. Geburtstag. Kremer leitet den Polizeibezirk Neunkirchen seit 2001. Damit trägt er Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiter sowie Polizeidienststellen in allen sieben Kommunen des Kreises. Günter Kremer wurde am 22. Oktober 1950 in Saarbrücken geboren. Nach Ende der Schulzeit am staatlichen Aufbaugymnasium Dudweiler absolvierte er zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Anschließend wollte er eigentlich Betriebswirtschaft studieren, entschied sich dann aber doch für den Polizeidienst. Sicher spielte dabei ein wenig die sportliche Prägung eine Rolle, denn Günter Kremer hatte sich damals dem Fußball verschrieben und gehörte unter Trainer Jupp Derwall mehrere Jahre der saarländischen Jugend-Auswahl an. 1970 begann die Ausbildung bei der Polizei, teilweise im Saarland, teilweise in Rheinland-Pfalz. 1976 war die erste Karrierehürde geschafft, Günter Kremer wurde Kommissar. Noch im selben Jahr bekam er das erste Mal einen Schreibtisch in Neunkirchen. Die Zulassung zur Ausbildung für den Höheren Dienst erhielt er 1984. Das Studium führte Kremer dann nach Bayern und zur Deutschen Polizeihochschule im westfälischen Münster. Nach der Rückkehr wurde er Polizeirat und Leiter der Dienststelle in der Innenstadt von Saarbrücken. In jener Zeit war Günter Kremer unter anderem Chef von Eugen Roth, der heute DGB-Landesvorsitzender ist und im Landtag sitzt. Nach verschiedenen Stabsfunktionen in Saarbrücken kam Kremer schließlich - wie erwähnt - 2001 erneut in die Hüttenstadt. Hier trägt er mal Uniform und mal Zivil, denn er ist Vorgesetzter sowohl von uniformierten Polizisten als auch von Beamten im Kriminaldienst. Kremer gilt als "Teamplayer", der es bei aller Notwendigkeit, Dinge durchzusetzen, doch immer wieder schafft, der eigenen Mannschaft auch Freude an der Arbeit zu vermitteln. Der Neunkircher Polizeichef wohnt mit seiner Frau nach wie vor in der Landshauptstadt. Die 22-jährige Tochter ist inzwischen nach Frankfurt entfleucht. Dem aktiven Sport ist Günter Kremer treu geblieben - wie seine drahtige Erscheinung verrät. mk

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