Polizei in Türkismühle zieht u

Kostenpflichtiger Inhalt: Polizei zieht um : Beamte arbeiten bald vom Bahnhof aus

Weil das alte Gebäude nicht wirtschaftlich ist: Polizei zieht innerhalb Türkismühles um. Dienstzeiten bleiben gleich.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Polizeiinspektion in Türkismühle rund um die Uhr besetzt war. Nach der Reform 2018 ist es nur noch ein Posten mit anderen Dienstzeiten (siehe Info), dieser gehört zur Polizeiinspektion Nordsaarland in Wadern, wo derzeit 65 Männer und Frauen ihren Dienst tun. Das Gebäude in der Trierer Straße in Türkismühle ist aber noch auf vollen Betrieb ausgerichtet. Nach Angaben von Andreas Riemenschneider, dem Leiter der PI Nordsaarland, stehen dort den Beamten etwa 250 Quadratmeter zur Verfügung, dazu alles, was zu einer Wache mit 24-Stunden-Betrieb gehöre – von Küche bis Waschraum. Das werde so nicht mehr benötigt. Und sei einfach nicht wirtschaftlich.

Daher werde die Polizei-Dienststelle umziehen. Was geplant ist, das erläuterte der Polizeihauptkommissar vor den Mitgliedern des Nohfeldener Gemeinderates und gegenüber der Saarbrücker Zeitung. „Wir haben einen Raum im Bahnhofsgebäude angemietet“, so Riemenschneider. Dieser werde gerade umgebaut. „Und sobald alles fertig ist, werden wir umziehen.“ Das sollte eigentlich schon zum 1. Oktober geschehen. Aber es habe Verzögerungen gegeben. „Jetzt warten wir wöchentlich darauf, dass wir packen können.“

Im Bahnhofsgebäude  steht der Polizei dann ein Büroraum zur Verfügung. Dort finden die beiden Mitarbeiter, die dort in Zukunft ihren Dienst leisten werden, Platz. Die Öffnungszeiten bleiben wie gehabt. Damit  widerspricht Riemenschneider anderslautender Gerüchte. Von denen hat auch schon Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) gehört. Seinen Angaben zufolge bestehe die Sorge, dass die Sprechzeiten reduziert würden. Er kann sich auch erklären, woran das liegt: „Derzeit sind die Beamten in Türkismühle auch über die Sprechzeiten hinaus präsent“, so Veit. Das bestätigt der PI-Leiter: „Durch die Verschmelzung der Polizeiinspektionen gab es einen Personalüberhang.“ Es habe die Variante im Raum gestanden, diese Beamten außerhalb der Sprechzeiten zur PI nach Wadern zu holen. „Aber ich habe mich dagegen entschieden“, so der PI-Chef. Daher seien derzeit in Türkismühle mehr Beamte als  geplant. Und vor allem seien sie täglich dort. Was sich ändern werde: „Das regelt sich durch Pensionierungen.“ In dem Pool, aus dem die Posten Nohfelden, Nonnweiler und Weiskirchen versorgt würden, gebe es derzeit sechs Beamte; später seien es noch vier.

Das Bahnhofsgebäude in Türkismühle. Hier wird derzeit gewerkelt. Denn die Polizei soll dort einziehen. Foto: Melanie Mai

Mit dem neuen Standort rückt die Polizei ins Herz der Gemeinde vor. Damit erklärt Riemenschneider auch, warum erste Überlegungen, ins Rathaus nach Nohfelden zu ziehen, wieder verworfen wurden: „Türkismühle ist eben verkehrstechnisch der Mittelpunkt der Gemeinde.“ Dort gebe es den Autobahnanschluss, dort  herrsche reger Autoverkehr, außerdem sei das Schulzentrum vor Ort. Und eben der Bahnhof. Bahnhöfe gelten grundsätzlich als Problempunkte. Die Wahl auf  diesen Standort hält Riemenschneider für „die richtige Entscheidung“. Genau wie Veit: „Es ist ein zentraler, ein sinnvoller Ort“.

Mehr von Saarbrücker Zeitung