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Poesie und Musik wecken Frühlingsgefühle

Poesie und Musik wecken Frühlingsgefühle

Die Begeisterung im Publikum war groß beim Konzert des Chors Cantanima in Wemmetsweiler. Gut ein halbes Jahr Vorbereitung hatten sich für die Beteiligten gelohnt. Auf dem Programm stand Poesie aus Deutschland.

Deutsche Poesie, vertont von Chorleiter Nino Deda, umrahmt von namhaften Musikern wie Michael Marx, Amby Schillo, Stefan Engelmann, Julia Evert, Heidrun Mertes, Michael und Jung und Nino Deda an Piano und Akkordeon. Das war ein wahres Musikerlebnis, das seine Zuhörer fesselte. Gut ein halbes Jahr hat sich Cantanima auf dieses Konzert vorbereitet. Der Chor wurde als weltlicher Chor 2006 in Homburg gegründet und hat sich durch seine Vielfältigkeit in kürzester Zeit mit an die Spitze der saarländischen Chorlandschaft gesungen. Lobenswert die Harmonie zwischen Chor und Musikern, verbunden mit einer tollen Akustik im ausverkauften Kuppelsaal. Schon der musikalische Auftakt mit dem Epos "Frühling" von Theodor Fontane, mit Solist Michael Marx, begleitet von dem rund 40-köpfigen Chor, zog die Zuhörer in ihren Bann. Die ganze Tiefe romantischer Poesie vermittelte Cantanima bei "Winter auf der Flucht", wo Thomas Blatt als Solist brillierte. Eichendorffs "Glück", Rilkes "Liebeslied" mit den Solisten Ulrike Blass und Peter Ruppert oder "Der Adlertanz", eine Komposition von Nino Deda weckten weitere Frühlingsgefühle, ehe der Chor sein restlos begeistertes Publikum mit der "Mondnacht" von Joseph von Eichendorff - ,,als hätt' der Himmel die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst'", in eine wohlverdiente Pause schickte.

Seine Homogenität unterstrich der Chor beim Zyklus "Die 13 Monate" von Erich Kästner, als die Solisten Thomas Blatt, Britta Baschab-Krupp, Rita Jung, Elisabeth Jensen, Heidi Bischof, Susanne Dorscheid, die Monate von Januar bis Juni musikalisch vielseitig aufleben ließen. Bärbel Ludwig führte als Sprecherin charmant durch den Sommermonat Juni. "Die Mondnacht" als Arrangement von Michael Marx war die gefeierte Zugabe eines Konzertes, das ein begeistertes Publikum mit stehenden Ovationen honorierte.