Per Web zum gruseligen Hörgenuss

Per Web zum gruseligen Hörgenuss

Neunkirchen. Man kennt das ja: Ein Ghul hat gerade die Familiengruft geplündert, der untote Schwager kommt auf einen Kaffee vorbei, und in der Waschmaschine hausen mal wieder die Poltergeister

Neunkirchen. Man kennt das ja: Ein Ghul hat gerade die Familiengruft geplündert, der untote Schwager kommt auf einen Kaffee vorbei, und in der Waschmaschine hausen mal wieder die Poltergeister. Aber was tun? An wen kann man sich in so einem Fall wenden?Endlich gibt es jemanden, dem man sich anvertrauen kann: Moe Hackett! Seines Zeichens Privatdetektiv, Parapsychologe und Personenschützer in einer Person. Wer mehr über den Protagonisten des gleichnamigen Hörspiels erfahren möchte, sollte am 31.Oktober ins Neunkircher Burg-Theater kommen. Denn pünktlich zu Halloween feiert "Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens" im kleinen Saal des ehemaligen Kinos seine Weltpremiere. Sprecher und Musiker aus dem gesamten Bundesgebiet waren an der Produktion beteiligt, die auf einer Idee der beiden Neunkircher Chris "Chryso" Histel und Dirk Forster basiert. Seit Sommer dieses Jahres waren sie mit der Fertigstellung beschäftigt. Mehr als drei Monate haben die Arbeiten an dem 50-minütigen Hörspiel in Anspruch genommen. "Das war natürlich eine Menge Aufwand. Zunächst habe ich den Groschenroman von Dirk Forster zum Hörbuch-Script umgeschrieben, dann wurden die Sprecher und Musiker über Twitter und Facebook innerhalb eines halben Tages gecastet, woraufhin einige Wochen für die Aufnahmen vergingen. Jeder nahm bei sich zu Hause auf und schickte mir die Files per Mail", erklärt Histel, der dann für Bearbeitung, Schnitt und Mix verantwortlich war. "Nach dem Ende der Aufnahmen ging der Stress erst richtig los. Zehn Sprecher und fünf Musiker mussten mit Hunderten von Soundeffekten zu einem fertigen Hörspiel zusammengeschnitten sowie Dialoge und Szenen aufgebaut werden. Danach erfolgte im Studio der fertige Mix", fügt er hinzu. Allzu viel soll über den Inhalt noch nicht verraten werden, aber im Groben handelt es sich um einen mysteriösen Auftrag für Moe Hackett: Der Verlobte einer Klientin verhält sich seit einiger Zeit sehr merkwürdig. Nach einem Treffen mit einer geheimnisvollen Frau schien er jegliche Herrschaft über sich selbst verloren zu haben. Hackett geht der kargen Spur nach und bringt sich dabei selbst in lebensgefährliche und gespenstische Situationen . . .So ungewöhnlich wie die Entstehungsgeschichte - Moe Hackett ist das wahrscheinlich erste Amateurhörspiel, das ausschließlich über Twitter, Facebook und Google Docs koordiniert wurde -, ist auch der Ort, der für die Premiere gewählt wurde. "Im Burg herrscht einfach eine tolle Atmosphäre. Wir hätten auch in eine Diskothek oder Gaststätte gehen können, aber die Idee, das Hörspiel in einem richtigen Kino, in gemütlichen Kinositzen, bei gedimmtem Licht genießen zu können, hatte einen sehr großen Reiz. Als ,Neinkerjer Bub' verbinde ich das Burg Theater zudem mit meinem ersten Kinobesuch, und ich war damals schon sehr beeindruckt", erzählt Histel. Ob es einen zweiten Teil geben wird, ist noch offen. Das will man vom Erfolg von "Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens" abhängig machen.

Auf einen BlickDas Hörspiel "Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens" feiert am 31. Oktober seine Premiere im Neunkircher Burg-Theater. Neben Gruseldeko und Horror-Candy-Bar sorgen Losgewinne aus Moe Hacketts professionellem Geisterjägerequipment für eine stilecht schaurige Atmosphäre. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Unmittelbar nach der Premiere wird das Hörspiel am 31. Oktober zum kostenlosen Download online gestellt. pra