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Per Sautrog über den Noswendeler See

Per Sautrog über den Noswendeler See

26 Mannschaften haben sich bereits für das erste Sautrog-Rennen auf dem Noswendeler See angemeldet. An diesem Samstag wird's ernst – und nass. Denn es kommt schon mal vor, dass ein Team baden geht.

"Das wird eine Mordsgaudi, wie es in Bayern heißt", freut sich schon heute Stephan Regert, Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft 1897 Wadern, und meint damit das 1. WA-NO-Sautrog-Rennen im Hochwald, das an diesem Samstag, 31. August, ab 10 Uhr nonstop auf dem Noswendeler See gestartet wird. Überwiegend in Bayern gibt es solche Veranstaltungen und Rennen, von daher auch sein bayerisch klingender Gefühlsausbruch. "Für unsere Region ist das sicherlich ein tolles und bislang einmaliges Highlight", macht er gleichzeitig Werbung und möchte die Neugier bei der Hochwaldbevölkerung wecken, an den See zu kommen und sich davon zu überzeugen. "Erste Proberennen sind bereits absolviert worden. Es ist sehr ordentlich gelaufen, wenn auch die eine oder andere Mannschaft ins Wasser musste", ergänzte Regert. Mit der Resonanz ist er ebenfalls zufrieden, denn bislang haben sich 26 Mannschaften angemeldet, die in großer Mehrzahl ihren Sautrog nach fachmännischer Anleitung durch die KG selbst gebaut haben. Andere können auf die vereinseigenen Sautröge zurückgreifen.

Am Veranstaltungstag können sich noch interessierte Mannschaften bis zum ersten Start anmelden. Der zu bewältigende Parcours hat eine Länge von 150 Metern, bei dem einige Hindernisse zu umpaddeln sind. Jeweils zwei Mannschaften bestreiten zwei Läufe im K.o.-System gegeneinander. Die besten Zeiten werden für die nächsten Rennen gewertet. Die Finalläufe werden etwa um 16 Uhr gestartet. "Zum Start erhält jeder Teilnehmer einen Humpen Bier, quasi zur Steigerung des Adrenalin-Pegels", betont der Vereinschef. Die sicherlich spannenden Rennen stehen unter der Zeitnahme und Aufsicht des "Sautrog-Überwachungsvereins", kurz SÜV genannt, dem die Ortsvorsteher Helmut Turner (Wadern), Werner Barth (Wedern), Rudi Hero (Noswendel) und Horst Albert (Dagstuhl) angehören. Mit im Boot zur Absicherung von eventuellen Schäden sind die Feuerwehr Noswendel, der DRK-Ortsverein Noswendel/Nunkirchen und der Tauchclub St. Wendel. "Unser besonderer Dank gilt dem Heimat- und Verkehrsverein Noswendel für die Bereitstellung seiner Gebäude am See", sagt Regert. Schirmherr dieses besonderen Kräftemessens ist Frank Jakobs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Merzig-Wadern. Zusammen mit Bundesumweltminister Peter Altmeyer wird er gegen 18 Uhr die Siegerehrung am Bootssteg vornehmen. Für die bestplatzierten Teams sind Pokale ausgelobt, ebenso erhält die Mannschaft, die die schnellste Runde schafft, einen Sonderpreis. Hunger und Durst braucht auch kein Teilnehmer oder Besucher zu leiden. Neben Schwenkern werden auch bayrische Schweinshaxn, üblicher Gerstensaft sowie Kaffee und Kuchen angeboten.