Pause auf dem Tanzparkett

Herr Spaniol, warum wird es denn in diesem Jahr keinen Herbstball geben?Werner Spaniol: Die Resonanz war in den letzten Jahren nicht so groß, wie wir uns das erhofft hatten. Nach sechs Jahren hatten wir eigentlich gehofft, dass es ein Selbstläufer wird, aber dem war leider nicht so. Die Ansprache und Werbung im Vorfeld war immer sehr schwierig

 Auch Oberbürgermeister Decker (rechts) wird dieses Jahr seine Tanzkünste beim Herbstball nicht zeigen können. Foto: hi
Auch Oberbürgermeister Decker (rechts) wird dieses Jahr seine Tanzkünste beim Herbstball nicht zeigen können. Foto: hi

Herr Spaniol, warum wird es denn in diesem Jahr keinen Herbstball geben?Werner Spaniol: Die Resonanz war in den letzten Jahren nicht so groß, wie wir uns das erhofft hatten. Nach sechs Jahren hatten wir eigentlich gehofft, dass es ein Selbstläufer wird, aber dem war leider nicht so. Die Ansprache und Werbung im Vorfeld war immer sehr schwierig. Deswegen nehmen wir jetzt mal eine Auszeit.Das heißt aber nicht, dass der Ball gänzlich zu Grabe getragen wurde?Spaniol: Nein. Es gab ja in der Vergangenheit schon mal eine Zeit, wo der Verkehrsverein Bälle durchgeführt hatte. Dann wurden sie ausgesetzt und jetzt vor sechs Jahren wieder aufgelebt. Das war eine schöne Zeit. Die Leute, die da waren, waren immer begeistert. Was muss denn passieren, damit es wieder einen Herbstball gibt?Spaniol: Der Vorstand vom Verkehrsverein muss sich jetzt erstmal klar werden, wann und in welchem Rahmen das stattfinden kann. Das hängt ja auch viel von den einzelnen Mitgliedern ab, die viel von ihrer Freizeit investieren. In den letzten Jahren war das immer ein großer Kraftakt. Ist denn der Herbstball auch als Frühlingsball vorstellbar?Spaniol: Wenn man über eine mögliche Konzeption nachdenkt, muss man immer auch zeitliche Überlegungen mit einbeziehen. Da ist prinzipiell alles vorstellbar. Momentan gibt es aber noch keine konkreten Überlegungen. Gab es denn in den letzten Jahren schon mal eine Zeit, wo sie überlegt haben, den Ball auszusetzen?Spaniol: Es gab immer Diskussionen. Aber wir waren mehrheitlich der Auffassung, das durchzuziehen. Wir haben aber auch immer Modifikationen durchgeführt, um den Ball attraktiver zu machen, zum Beispiel mit Showeinlagen und zuletzt auch mit Bewirtung.Braucht denn eine Stadt wie Neunkirchen solch ein gesellschaftliches Ereignis?Spaniol: Sicher. Neunkirchen ist ja nicht nur eine Dienstleistungs- und Arbeiterstadt, sondern auch eine Stadt zum Feiern. Da gehören Bälle einfach dazu. Es gibt ja auch Leute, die gerne tanzen. Wie gesagt, nur weil wir es jetzt ein Jahr aussetzen, heißt das nicht, dass es nie wieder einen Ball geben wird.