Parteien kämpfen für gymnasiale Oberstufe

Parteien kämpfen für gymnasiale Oberstufe

Marpingen/Nohfelden. Die SPD und CDU Marpingen, die SPD auf Kreisbene und die Linken fordern den den Erhalt der neuen gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen in Marpingen und Türkismühle. Siehaben sich jetzt in Pressemitteilungen zu Wort gemeldet. Schon Anfang des Monats hatte sich der Gemeinderat Nohfelden einmütig für den Erhalt der Oberstufe in Türkismühle ausgesprochen

Marpingen/Nohfelden. Die SPD und CDU Marpingen, die SPD auf Kreisbene und die Linken fordern den den Erhalt der neuen gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen in Marpingen und Türkismühle. Siehaben sich jetzt in Pressemitteilungen zu Wort gemeldet. Schon Anfang des Monats hatte sich der Gemeinderat Nohfelden einmütig für den Erhalt der Oberstufe in Türkismühle ausgesprochen.Eine solche Resolution werde hoffentlich der Gemeinderat Marpingen auch in seiner Dezember-Sitzung beschließen, schreibt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Marpingen, Volker Weber. Es gelte, die Oberstufen bei den Gesamtschulen zu belassen und somit den jetzigen Status Quo für Türkismühle und Marpingen aufrecht zu erhalten. Dies bedeute, dass bei genügender Schülerzahl die Kooperation mit den Gymnasien in St. Wendel ruhen und der Oberstufenunterricht bis zum Abitur am Standort stattfindet. Birgit Jenni, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und zugleich stellvertretende GEW-Landesvorsitzende unterstreicht in der Pressemitteilung: "Es leuchtet keinem Menschen ein, dass bereits vorhandene und vor allem gut funktionierende Strukturen an den beiden Gesamtschulen wegen blindem Aktionismus der Kultusministerin Kramp-Karrenbauer aufgegeben werden sollen." Die SPD lehne die Einführung eines Oberstufengymnasiums ab. Jenni fordert, die finanziellen Spielräume, die sich aus rückläufigen Schülerzahlen ergeben, konsequent zu nutzen, um Schulstandorte wohnortnah zu erhalten, kleinere Klassen zu bilden und pädagogische Konzepte wie das der Gesamtschule oder echten Ganztagsschule zu entwickeln. Die Kreis-SPD befürworte es, dass es künftig den Realschülern einfacher gemacht werden soll, ihr Abitur zu erreichen. Dies dürfe nicht auf Kosten von guten und funktionierenden Schulmodellen passieren. Eine Verlagerung der jetzt 56 Schüler, die in Marpingen nächstes Jahr die zwölfte Klasse besuchen, sei Unsinn und koste die Eltern, wie das Land unnötig Geld. Die Gesamtschule Marpingen sei eine von ihren Leistungen anerkannte und über die Gemeindegrenzen hinaus nachgefragte weiterbildende Schule, schreibt die CDU-Fraktion des Gemeinderates Marpingen in einer Presseerklärung. "Es ist uns daher daran gelegen, diese Schule zu unterstützen und für ihre Interessen zu kämpfen." "Kooperation nicht sinnvoll"Die von Lehrern, Schülern und Eltern geforderte Beibehaltung der Oberstufe in Marpingen sei nachvollziehbar und aufgrund der heutigen Schülerzahlen gerechtfertigt. "Wir als CDU-Fraktion sehen keinen erkennbaren Grund, ab dem kommenden Schuljahr 56 Schüler der Klassenstufe elf von Marpingen nach St. Wendel zu befördern. Eine Kooperation mit den dortigen Gymnasien betrachten wir nur dann als sinnvoll, wenn die Schülerzahlen in Marpingen für einen Oberstufenjahrgang nicht ausreichend sind oder ein umfassendes Kursangebot vor Ort nicht mehr gewährleistet ist." Durch den Neubau der Grundschule in Marpingen habe sich darüber hinaus auch das Raumproblem für die Marpinger Gesamtschule gelöst. Für das Schumodell haben sich auch die Linken im Landkreis ausgesprochen. Kreisvorsitzender Mike Martin in einer Erklärung: "Wir fordern den Bestand und den Ausbau der gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen zu sichern sowie funktionierende Kooperationen mit Gesamtschulen zu erhalten oder zu ermöglichen ." Die Linke werde einen entsprechenden Antrag im Landtag einbringen.