Ölwechsel in der Küche

Präventologin Daniela Ferrer referierte jetzt im voll besetzten St. Wendeler UTZ über das Thema „Essen Sie sich fit“. Dabei ging sie darauf ein, wie man die Leistungsfähigkeit durch Ernährung beeinflussen kann.

 Daniela Ferrer referierte im UTZ in St. Wendel.
Daniela Ferrer referierte im UTZ in St. Wendel.

"Gute Laune kann man essen. Eine vitaminreiche Ernährung fördert die gute Stimmung und hilft gegen Stress", Präventologin Daniela Ferrer zeigte im UTZ St. Wendel wie man Leistungsfähigkeit durch Ernährung beeinflussen kann. Eingeladen zu dem lebhaften Vortrag im voll besetzten Konferenzsaal des UTZ hatten IHK Regional und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land.

Elektrosmog, Pestizide, Nikotin, Strahlen, Lärm, starke psychische Belastung, Schlafmangel und vieles mehr, so Ferrer, greife unseren Körper an. Dadurch komme es zu Stress und letztendlich zur Erschöpfung. "Um auf Stress reagieren zu können, benötigt der Körper Hormone, die er in der Nebenniere bildet, etwa Adrenalin, Cortisol oder Insulin", erläuterte die Referentin. Man brauche viele Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente, um Stresshormone zu produzieren. Viele dieser Stoffe seien in Obst und Gemüse enthalten. Da aber rund 90 Prozent der Deutschen zu wenig Obst und Gemüse essen, komme es häufig zu Mangelernährungen.

Daniela Ferrer unternahm einen kleinen Ausflug in die Welt der Vitamine und erklärte deren Wirkung. So sorge Vitamin B für mehr Vitalität und helfe bei Schlafstörungen, Vergesslichkeit oder Depression. Vitamin C verbessere die Stimmung und vermindere die Stressreaktion, während das Sonnenvitamin D Abgeschlagenheit und Nervosität vorbeuge. Das Zellschutz-Vitamin E schließlich beuge Alterung und Verschleiß vor. Ergänzend nannte die Präventologin das Anti-Stress-Mineral Magnesium, das bei Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Nervosität helfe.

"Bei dauerhaftem Stress läuft Ihr System auf Hochtouren, die Mikronährstoffe verbrauchen sich, die Zelle erschöpft und kann keine Energie mehr produzieren. Es bildet sich sogenannter Nitrostress. Diese reaktionsfreudigen Stickstoffverbindungen wiederum führen zur Bildung freier Radikale und schädigen die Körperzellen", warnte Ferrer. Als gesicherte Auslöser für Nitrostress nannte sie eine starke geistige und psychische Belastung, eine instabile Halswirbelsäule und eine einseitige, kohlenhydratreiche Ernährung.

Ferrer machte ihren Zuhörern aber auch Mut: "Gute Laune kann man essen." Besonders wichtig sei hier das körpereigene Gewebshormon Serotin, das etwa in Walnüssen, Cashewkernen, Ananas oder Bananen enthalten sei. Daniela Ferrer riet zu einem abwechslungsreichen Speiseplan mit basischen und pflanzlichen Lebensmitteln sowie reichlich Obst und Gemüse. Man solle weitgehend auf Fertigprodukte verzichten, Salz sparsam verwenden und die richtigen Fette verwenden. "Nehmen Sie einen Ölwechsel in Ihrer Küche vor und verwenden Sie Öle, in denen Omega-3-Fettsäuren enthalten sind wie Leinöl", schlug die Referentin vor.