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"Oase Goethe" hat noch Plätze frei

"Oase Goethe" hat noch Plätze frei

Neunkirchen. "Oase Goethe e.V." - diesen wohlklingenden Namen haben 15 Personen einem im Oktober gegründeten Verein gegeben. Der Zusammenschluss, mittlerweile auf 17 Köpfe angewachsen, hat ein Ziel: Das Zusammenleben im "multifunktionalen Stadthaus" der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) Neunkirchen zum Erfolg zu machen

Neunkirchen. "Oase Goethe e.V." - diesen wohlklingenden Namen haben 15 Personen einem im Oktober gegründeten Verein gegeben. Der Zusammenschluss, mittlerweile auf 17 Köpfe angewachsen, hat ein Ziel: Das Zusammenleben im "multifunktionalen Stadthaus" der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) Neunkirchen zum Erfolg zu machen. Die künftigen Hausbewohner treffen sich - wie in der SZ schon berichtet - bereits seit April des vergangenen Jahres monatlich, um "ihr" Projekt auf gemeinsame Füße zu stellen. Die Runde, die sich jetzt zum anfangs erwähnten Verein konstituiert hat, betrachte sich aber keineswegs als komplett, so eine "Abordnung" des Vereins bei einem Besuch in der SZ-Redaktion. Im Gegenteil. Neue Gesichter seien erwünscht, auch weil acht Wohnungen noch auf Mieter warten (siehe "Auf einen Blick").Wobei Oasen-Mitglieder nicht zwangsläufig Bewohner des neuen Stadthauses sein müssen. Willkommen ist jeder, der sich in künftige Aktivitäten der Hausbewohner einbringen will. Seien das gemeinsame Konzertbesuche, eine Näh-Runde, Ausflüge, Schulung am Computer, und, und, und . . . "Mir ist es wichtig in einer Gemeinschaft zu leben - miteinander zu kommunizieren, sich gegenseitig zu helfen", begründet Elke Vögeli, warum sie ihren Wohnort von Homburg nach Neunkirchen verlegt. Ganz wichtig ist denn auch der Gemeinschaftsraum im Stadthaus, wo eine Spiel- und eine Fernsehecke und eine eigene Küche die Alternative zum Verweilen in den eigenen vier Wänden bieten.

Das Stadthaus soll also kein Refugium für Einzelgänger und Eigenbrötler sein. "Wichtig ist die Neugier auf andere Leute", betonen Roswitha Fischer und Rosie Hans, die für das bundesweite "Forum Gemeinschaftliches Wohnen" derartige Projekte im Vorfeld als Moderatorinnen begleiten. Neugierig also auf die bislang feststehenden Mitbewohner zwischen Anfang 50 und Ende 70, wobei bis jetzt ein junger Mann (28 Jahre) einen "Ausreißer nach unten" bildet.

Vor der Umsetzung kreativer Pläne stehen in Neunkirchen vorerst eher technische Fragen und die individuelle Gestaltung des neuen Zuhause auf dem Programm. So will der Oasen-Verein im Januar eine Zusammenkunft mit Handwerkern der verschiedenen Metiers organisieren. Wenn die Gemeinschaft dann unterm Stadthaus-Dach lebt, wird sie der Aufmerksamkeit der "Außenwelt" nicht entgehen: Es hätten sich bereits zwei Schulklassen zur Besichtigung angemeldet, teilt der Verein mit. Ferner hätten Künstler angefragt, ob sie das Atrium des Stadthauses für Vernissagen nutzen könnten.

Weitere Treffen des Vereins "Oase Goethe" finden am 15. Dezember, 27. Januar, 24. Februar statt, jeweils um 16 Uhr im Komm-Zentrum Kleiststraße. Wer dazu kommen will oder mehr Informationen wünscht, kann sich unter Tel. (0 68 21) 9 23 80 an die GSG wenden.

Auf einen Blick

Zwischen 50 und 90 m² haben die Wohnungen, die im Stadthaus noch zu vergeben sind. Auch eine mit dem Haus verbundene Maisonetten-Wohnung (106 m²) im benachbarten Altbau ist noch frei. In Erdgeschoss und erster Etage sind Geschäfts- und Praxisräume für Anbieter aus dem Gesundheitsbereich zu vermieten. Das Haus ist barrierefrei und hat gehobene Ausstattung. Die Kaltmiete beträgt acht Euro/m². gth