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Neunkirchen muss noch nicht kleckern

Neunkirchen muss noch nicht kleckern

Neunkirchen. Neunkirchen hat das Glück, nicht ganz so schlimm in der Finanzklemme zu stecken wie andere saarländische Gemeinden. Für 2011 werden Gewerbesteuereinnahmen von 19 bis 20 Millionen Euro erwartet, zusammen mit internen Sparmaßnahmen soll das Haushaltsdefizit unter zehn Millionen Euro gehalten werden

Neunkirchen. Neunkirchen hat das Glück, nicht ganz so schlimm in der Finanzklemme zu stecken wie andere saarländische Gemeinden. Für 2011 werden Gewerbesteuereinnahmen von 19 bis 20 Millionen Euro erwartet, zusammen mit internen Sparmaßnahmen soll das Haushaltsdefizit unter zehn Millionen Euro gehalten werden. "Wir sind bei der Haushaltslage im Vergleich zu anderen Kommunen noch nicht so sehr gehandicapt und in einer vergleichsweise guten Position", stellte Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) bei der letzten Stadtpressekonferenz des alten Jahres fest.Spielraum also, einiges in der Stadt voranzutreiben. Ein "Leuchtturm-Projekt" fürs nächste Jahr wird auf jeden Fall der Umbau der Gebläsehalle auf dem Alten Hüttenareal zur Eventhalle mit 1000 Sitzplätzen sein. Derzeit läuft schon die Entkernung des Gebäudes, für 2011 ist die energetische Sanierung im Programm, der endgültige Ausbau zur Veranstaltungshalle soll 2012 erfolgen. Das Fünf-Millionen-Projekt wird, wie berichtet, vom Land mit 2,5 Millionen Euro gefördert.

Millionen Euro fließen auch ins Stadtbild. Kaum sehen wird man den Verbleib der 1,65 Millionen, mit denen der Kanal in der Süduferstraße erneuert wird. Die Sinnerthaler erhalten bekanntlich für 490 000 Euro eine neue Fußgängerbrücke über die Bahn. Im Altseiterstal werden neue Baugrundstücke erschlossen (200 000 Euro), die Kurt-Schumacher-Brücke wird für 200 000 Euro saniert und nach der unteren wird jetzt für 420 000 Euro auch die obere Bahnhofstraße neu gestaltet. Für die "erlebbare Blies" mit "begehbarer Terrassierung" sollen 2011 zumindest Pläne fertig werden. Im Bereich Bliespromenade gibt es einen Lichtblick: Das verwaiste Sinn-Leffers-Gebäude könnte durch Vermietung belebt werden, so vorsichtig der Rathauschef.

Auf jeden Fall etwas tun wird sich im kommenden Jahr auf der so genannten Südwerksfläche, dem Areal am Spitzbunker. Hier seien 3500 Quadratmeter reserviert für ein Hotel, teilte der Verwaltungschef mit. Das Problem sei allerdings nicht der Hotelbau selbst - ein Investor sei zu finden -, sondern ein Betreiber dafür. Unabhängig davon solle die günstige Lage genutzt werden, um Neunkirchen durch die Ansiedlung von Handel attraktiver zu machen, plant Jürgen Fried - unter anderem mit einem Seitenblick auf ein eventuelles ECE-Großprojekt in Homburg. Wobei aber die Ansiedlung des Sportartikel-Anbieters Decathlon am Spitzbunker-Gelände noch immer nicht in trockenen Tüchern ist.