Neues Projekt will Spuren sexueller Gewalt vertraulich aufbewahren

Neues Projekt will Spuren sexueller Gewalt vertraulich aufbewahren

Für Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, gibt es jetzt in Wittlich ein neues Hilfsangebot: Sie können vertraulich Beweisspuren sichern lassen für den Fall, dass sie später Anzeige erstatten wollen. „So bekommen Frauen, die sich in einer schlimmen Situation befinden, eine Bedenkzeit, um in Ruhe zu überlegen“, sagte der Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich, Gregor Eibes, gestern zum Startschuss des neuen Projekts.

Gesichert werden die gerichtsverwertbaren Spuren, die sonst verloren gingen, von einer Frauenärztin im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich. Anschließend wird das Material - etwa Spermaspuren oder Kleidung - ins Institut für Rechtsmedizin in Mainz gebracht.

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