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Leser-Reporter: Neuer Job für ausgediente Einsatzwagen

Leser-Reporter : Neuer Job für ausgediente Einsatzwagen

Drei alte Feuerwehrautos am Bostalsee gaben reichlich Anlass zu Spekulationen. Leser-Reporter Sven Görgen wollte wissen, was es damit auf sich hat.

Was machen die denn hier? Leser-Reporter Sven Görgen aus Bosen hat eine merkwürdige Entdeckung gemeldet. Drei auf den ersten Blick ausrangierte Feuerwehrautos parken eingezäunt auf der Festwiese am Bostalsee. Er spekuliert. Soll hier eine Außenstelle des Hermeskeiler Feuerwehrmuseums eröffnet werden oder entsteht demnächst hier gar das saarländische Landesfeuerwehrmuseum?

Dass es sich um den Fuhrpark der neuen Betriebsfeuerwehr des Freizeitzentrums am Bostalsee handelt, schließt der Leser-Reporter kategorisch aus, denn den Fahrzeugen fehlt sowohl die Ausrüstung wie auch die Motoren. Dieser Löschtrupp wäre so nur bedingt einsatzbereit, stellt er scherzhaft fest. Auch wohl deshalb hat er sich dann noch gefragt, ob der Landkreis St. Wendel ein neues Wertstoffzentrum mit Schrottplatz anlegt? Dem Zustand der Fahrzeuge nach könnte dies zutreffen. Ein weiterer Augenzeuge vermutet, dass die ersten Gäste sich ihren Standplatz für das an Pfingsten stattfindende Hanomag-Treffen sichern wollten. Andere Spaziergänger am Bostalsee haben ebenfalls keine plausible Erklärung parat, warum die Feuerwehrautos abgestellt wurden. Statt weiter zu grübeln, wendet sich der Leser-Reporter an die SZ.

Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer lacht, als die SZ bei ihm anruft und sich erkundigt, was es mit den alten Klapperkisten auf sich hat. „Dachte ich mir, dass der Anblick der Feuerwehrautos die Spaziergänger am Bostalsee verwundert“, sagt Schäfer und klärt auf. Die drei Fahrzeuge seien Übungsobjekte, die bei den Kreisfeuertagen von 28. bis 30. September 2018 am Bostalsee eingesetzt werden. Während der Veranstaltung werden auch die Weber-Rescue-Days (Rettungstage), die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für technische Hilfeleistung durchgeführt.  „Die drei Fahrzeuge sind Anfang November mit einem Tieflader nach den Rettungstagen im schleswig-holsteinischen Schwarzenbeck nach Bosen transportiert worden“, berichtet Schäfer. Es handele sich beim Seeaufenthalt der Autos um eine Zwischenlagerung. „Sie werden demnächst von Bosen aus an einen anderen Standort transportiert“, erklärt Schäfer. Im nächsten September tauchen die Feuerwehrautos zu den Rettungstagen aber wieder am See auf.

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