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Neue Gesänge und Halleluja-Rufe

Neue Gesänge und Halleluja-Rufe

Vier Kirchenmusiker und 70 Sänger aus Kirchenchören des Dekanats St. Wendel haben sich im Cusanushaus mit neuen Liedern vertaut gemacht. Sie bereiten sich damit auf das neue Gotteslob Ende September vor.

Im Bistum Trier wird das neue Gotteslob Ende September eingeführt. Schon jetzt haben sich 70 Sängerinnen und Sänger aus Kirchenchören des Dekanates St. Wendel mit dem Gebet- und Gesangbuch befasst. Bei einer Chorwerkstatt im Februar im Cusanushaus machten sie sich zusammen mit vier erfahrenen Kirchenmusikern mit neuen Liedern vertraut, übten Wechselgesänge, neue Halleluja-Rufe oder unbekannte Glorialieder ein und erprobten die vielen Kombinationsmöglichkeiten, die das neue Gotteslob innerhalb der Liturgie bietet. Neben neuen Liedern entdeckten die Sänger auch viel vertrautes Liedgut. Klaus Stein aus St. Wendel, der im Chor der Basilika singt, stellte fest, dass viele der Lieder auch im Buch "Unterwegs" enthalten seien: "Die haben wir doch schon oft gesungen, die sind überhaupt nicht unbekannt."

Für die Kirchenmusiker Hans-Günther Fischer, Stefan Klemm, Hans-Jakob Trost und Wolfgang Trost ging es zunächst darum, den Chormitgliedern die Hemmungen vor dem neuen Liedgut zu nehmen. Und schließlich wollten sie zeigen, dass mancher mehrstimmige Liedsatz auch mit kleineren Chören harmonisch interpretiert werden kann. Wolfgang Trost: "Ich sehe das neue Buch als eine Fundgrube an, als einen richtigen Schatz." Dekanatskantor Stefan Klemm, Gesamtleiter der Chorwerkstatt, resümierte am Ende der Veranstaltung: "Es war uns wichtig, die Chorsängerinnen und Chorsänger aus den verschiedenen Pfarreien im Vorfeld mit dem neuen Gesangbuch vertraut zu machen und Vorurteile abzubauen. Dabei ist es uns gelungen, eine gute Stimmung dafür zu erzeugen." Klemm kündigte an, dass er den Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel eine ähnliche Singwerkstatt anbieten werde. Auch beim Dekanatsmusiktag am 14. September in Gronig gehe es um das Gotteslob.

Durchweg positiv fielen die Reaktionen der Teilnehmenden an der Chorwerkstatt aus. Margarete Stitz aus Niederlinxweiler erklärte: "Für unsere kleine Gemeinde, die nur eine Schola hat, ist es wichtig, dass sie frühzeitig mit den neuen Liedern vertraut gemacht wird." Gottfried Schwan aus Gehweiler meinte: "Mit dem, was die Sänger heute gelernt haben, können sie das singende Gottesvolk in der Kirche hervorragend anleiten." Noch etwas skeptisch ist Christel Rausch-Mensing aus Gronig. Sie hätte die Lieder lieber aus dem alten Buch gesungen, versicherte dann aber, sie freue sich trotzdem darauf, auch im neuen Gotteslob Lieder zu entdecken, die ihr gefallen.

bistum-trier.de