Neue Bewegung in Silber

Goldschmiedemeisterin Katharina Kiefer, 29, hat zu Beginn des Jahres Werkstatt und Ladengeschäft der Saarlouiser Goldschmiedin Jutta Lindemann übernommen. Das Geschäft am Großen Markt heißt weiterhin Lindemann Schmuckgestaltung.

Jutta Lindemann stehe ihr mit Rat weiter zur Seite, sagt die neue Inhaberin.

Kiefer, die schon zuvor zwei Jahre bei Lindemann beschäftigt war, will der Lindemann-Linie in individueller Variation treu bleiben. "Eine Einheit von außergewöhnlichem Design und Funktion", im Fokus vieler Stücke auch Farbsteine, so umreißt sie diese Linie.

Katharina Kiefer geht diese Aufgabe mit Schwung an, der ihre eigenen Stücke deutlich kennzeichnet. "Ich schaue mir einen Stein an, den ich bestellt habe, und lasse mich inspirieren: Was könnte das für ein Schmuckstück werden?" Einen asymmetrisch geschliffenen Peridot zum Beispiel zeigt sie: Seiner Form folgt die Fassung, die dann in die Gestaltung des Ringes überspringt. "Kreativ sein, das Handwerk beherrschen, um Inspiration mit viel Geduld und Sinn für kleine Feinheiten zu verwirklichen", das gefalle ihr an dem Beruf, sagt Kiefer.

Gelernt hat sie zunächst an der Goldschmiede-Schule in Pforzheim. Dreieinhalb Jahre, davon eineinhalb Jahre beim Lehrherren, Claudia Grewenig in Saarbrücken. Es folgte ein Gesellenjahr dort. Dann setzte sie nach zwei Jahren an der 1772 gegründeten Zeichenakademie Hanau die Ausbildung fort und wurde Goldschmiedemeisterin.

Eine Kette drückt aus, wie Katharina Kiefers Kreativität zu Schwung in Silber werden kann. Die Kettenglieder hat sie aus Silberblech geholt, und dann immer wieder gedreht, bis es ihr gefiel. Es ist Bewegung in Silber, energisch und beherrscht.

Für das Frühjahr, sagt die 29-jährige Goldschmiedin, plant sie eine Eröffnungsfeier.

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