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Naturschützer außer Acht gelassen

Naturschützer außer Acht gelassen

Naturschützeraußer Acht gelassen Zum Artikel „Illinger Windpark geht die Luft aus“ (SZ vom 8./9.

Februar)

Da bemüht sich eine Gemeinde, ihren Beitrag zur Energiewende zu liefern und die Abkehr von der Kernenergie durch Schaffung eines Windparkes zu ermöglichen. Aber leider hat sie die Rechnung ohne die Naturschützer gemacht. Der Windpark darf nicht gebaut werden, weil in dem vorgesehenen Gebiet eventuell gelegentlich Fledermäuse auftauchen könnten. Ob sie wirklich in der Nähe der Windräder auf offener Flur fliegen, kann erst festgestellt werden wenn die Windräder stehen, also wenn 20 Millionen Euro investiert sind. Sollte dann aber eine einzige Fledermaus von den Sensoren erfasst werden, muss der Windpark stillgelegt werden. Wer will da noch investieren? Offensichtlich gehört der Homo sapiens, der auf Kernenergie verzichten will, nicht zu den schützenswerten Kreaturen. Wenn diese Haltung der Naturschützer sich in Zukunft deutschlandweit durchsetzt, kann die Devise nur lauten: "Zurück zur Kernenergie". Hier führt sich der Naturschutz selbst ad absurdum!

Günter J. Kunz, Illingen