Nationalpark feiert zweiten Geburtstag

Nationalparkfest : Nationalpark feiert zweiten Geburtstag

Dieses Mal richtet die Gemeinde Nohfelden das Fest aus. Sonntag, 11. Juni, wird am Bostalsee gefeiert.

(evy) Schwollen im Landkreis Birkenfeld übergibt den Staffelstab an die Gemeinde Nohfelden. Bedeutet: Das zweite Nationalparkfest wird im Landkreis St. Wendel gefeiert, genauer gesagt am Bostalsee. "Wir freuen uns, dass wir das Fest federführend ausrichten können. Dadurch bietet sich die Gelegenheit, den neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Bewusstsein der Bevölkerung weiter zu verankern", sagt Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU). Außerdem könnten am Bostalsee auch Touristen den Nationalpark aufmerksam gemacht werden. Das Programm beginnt am Sonntag, 11. Juni, 10 Uhr. Geplant ist eine Mischung aus Unterhaltungs- und Informationsangebot.

Im mobilen Umweltlabor des Kunter-Bundmobils können kleinste Tiere und Pflanzen sichtbar gemacht werden. Foto: Martin Lillig. Foto: Martin Lillig

"Der länderübergreifende Nationalpark ist nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Umweltschutz und die Heimatpflege in der Region, sondern auch eine bedeutende Bereicherung des touristischen Angebotes", sagt Landrat Udo Recktenwald (CDU). Der keltische Ringwall und das Keltendorf in Otzenhausen seien dabei das passende südliche Eingangstor in den Nationalpark, das kulturelles Erbe und Natur verbinde.

Um die Region symbolisch zu vernetzen, wird jedes Jahr ein Staffelstab zur Eröffnung des Nationalparkfestes weitergereicht. Dieser bleibt in der ausrichtenden Gemeinde bis zum nächsten Fest, wenn eine andere Kommune die Planung übernimmt. Dieses Mal organisieren Nationalparkführer gemeinsam mit der Erlebnis Nationalpark GmbH und dem Freundeskreis Nationalpark Hunsrück die Übergabe. Diese wird regelrecht inszeniert. Ein bisschen wie bei Olympia. Denn ehe der Stab den Bostalsee erreicht, geht er von Schwollen aus auf die Reise. Vier Rundtouren führen schließlich zum Ziel. Die erste startet Samstag, 10. Juni, 10 Uhr, auf dem Sportplatz in Schwollen und ist dem Element Wasser gewidmet. Am Gasthaus Gordner in Rinzenberg wird der Stab an die nächste Gruppe übergeben, die dann um 15 Uhr in Richtung Eisenhütte in Abentheuer loszieht. Auf der zweiten Tour beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Element Erde. Für die Nacht verbleibt der Staffelstab auf dem Gelände der früheren Eisenhütte in Abentheuer. Dort ist auch ein Abendprogramm geplant.

Am Sonntag startet die dritte Gruppe um 6 Uhr und widmet sich dem Element Feuer. Zur Mitte der zwölf Kilometer langen Tour wird der Staffelstab am Golfplatz in Eisen an die letzte Wandergruppe übergeben, die dort um 8 Uhr zur letzten Etappe in Richtung Bostalsee aufbricht. Die letzte Tour ist dem Element Luft gewidmet und trifft gegen 11 Uhr auf dem Festgelände am Bostalsee zur Staffelübergabe ein. Die Teilnahmegebühr jeder einzelnen Wanderung sowie des Nachtcamps beträgt für Personen, die älter als 14 Jahre sind, zehn Euro. Der Erlös geht an die Kinderhilfsaktion "Herzenssache" des SWR, des SR und der Sparda-Bank.

Die Interessengemeinschaft Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald bietet Sonderzüge zum Nationalparkfest an. Dies ist zum einen ein Dampfsonderzug unter dem Motto "Unter Volldampf zum Nationalpark". Der Zug startet ab 5.30 Uhr in Treysa (nahe des Nationalparks Kellerwald-Edersee) und führt über das Rhein-Main-Gebiet entlang der Nahestrecke bis Türkismühle. Der Zug hält in Marburg, Gießen, Friedberg, Bad Homburg, Rüsselsheim, Mainz-Mombach, Ingelheim, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein. Um den Zug für den Abend wieder in Fahrtrichtung Osten zu drehen, verlässt dieser um 14.30 Uhr Türkismühle zu einer Saarlandrundfahrt, dabei hält der Zug nur in Türkismühle. Im Anschluss geht es für die Gäste zurück zu ihren jeweiligen Startbahnhöfen. Der zweite Zug, der "Nationalparkexpress", ist eine vierteilige rote Schienenbusgarnitur. Von Koblenz aus (8 Uhr) geht es damit entlang des Rheins nach Türkismühle. Stopps sind in Boppard, Bingen, Bad Kreuznach, Bad Sobernheim und Kirn. Vom Bahnhof Türkismühle aus wird die IG Nationalparkbahn einen Bus-Shuttle zum Fest anbieten. Für Teilnehmer der beiden Sonderzüge ist der Bustransfer bereits im Fahrpreis enthalten.

Das Programm am Bostalsee beginnt am Sonntag, 10 Uhr. Die Moderation übernimmt Rouven Voigt. Zunächst ist ein ökumenischer Gottesdienst im Festzelt geplant. Gegen 11 Uhr beginnt eine Talkrunde. Außerdem wird der Staffelstab übergeben und das Fest offiziell eröffnet. Von 12 bis 14 Uhr spielt die US-Army-Europe -Band. Im Anschluss daran, 15 bis 16 Uhr, tritt das Landes-Jugend-Sinfonie-Orchester-Saar auf. Danach gehört die Bühne den Vereinen und Gruppen der Region. Sie bieten Musik und Tanz. Den ganzen Tag über sind Marktstände rund um das Festzelt mit regionalen Angeboten und Informationen zum Thema Nationalpark geöffnet. Zum diesjährigen Fest wird erstmals ein Nationalparkbier vorgestellt.

www.erlebnis-nlp.de/

erlebnistouren/staffelstab.html

www.ig-nationalparkbahn.de (Abfahrtszeiten und Infos)

() Parallel zum Nationalparkfest wird in der Bosener Mühle eine Fotoausstellung eröffnet, die sich mit den amerikanischen Nationalparks beschäftigt. Die Schau startet am Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr, mit dem Vortrag ,,Nationalparks in den USA". Referentin ist Sophie Deutscher. Die Referendarin und ehemalige Studentin der Universität des Saarlandes hat während ihres Studienaufenthalts im Westen der USA und auf einer weiteren Reise mehrere Nationalparks, State Parks und andere geschützte Gebiete fotografiert. Es werden Bilder unter anderem Bilder aus dem Yellowstone National Park, Grand Teton National Park, Craters of the Moon State Park, Zion National Park, Monument Valley, Arches National Park und Statue of Liberty National Monument ausgestellt. Ergänzt wird die Schau von Aufnahmen des Naturfotografen Konrad Funk. Die Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarland wird in Zusammenarbeit mit dem US-Generalkonsulat Frankfurt und dem Kunstzentrum Bosener Mühle initiiert. Zu sehen sind die Fotos bis 18. Juni.

Öffnungszeiten des Kunstzentrums Bosener Mühle: Dienstag bis Sonntag, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zum Thema:

Als der Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Mai 2015 mit einem großen Fest eröffnet wurde, schlug der Freundeskreis Nationalpark Hunsrück vor, eine solche Veranstaltung jährlich an wechselnden Orten in der Nationalparkregion zu wiederholen. Dadurch solle das "Wir"-Gefühl in der Region gefördert werden und zeigen, wie engagiert die Menschen der Nationalparkregion sich für eine gemeinsame Entwicklung ihrer Heimat einsetzen.