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Nacht der Wissenschaft am Umwelt-Campus Birkenfeld

Nacht der Wissenschaft : Der Umwelt-Campus lädt zu Vorträgen

Zum 15. Mal veranstaltet der Umwelt-Campus Birkenfeld die Nacht der Wissenschaft. Auch eine Preisverleihung steht auf dem Programm.

Der Umwelt-Campus Birkenfeld veranstaltet am Mittwoch, 14. November, ab 18 Uhr die 15. Nacht der Wissenschaft. An diesem Abend wird zudem die Preisverleihung des Wettbewerbs für europäische Forschungsprojekte von Horizon 2020 stattfinden. Das teilt Tanja Loch-Horn, Sprecherin der Hochschule, mit. Demnach werden Professoren in Kurzvorträgen zu Beginn aus ihren aktuellen Forschungsthemen berichten. „Neue Eindrücke, erste Ergebnisse und vor allem anregender Gesprächsstoff werden geboten“, erklärt Loch-Horn weiter.

Bei dieser Veranstaltung will der Umwelt-Campus Birkenfeld mit Politik und Wirtschaft, Freunden und Förderern sowie allen Forschungsinteressierten ins Gespräch kommen. Nach der Begrüßung durch die Vizepräsidentin der Hochschule Professor Gisela Sparmann startet Professor Frank Immenga mit dem Thema „Preispflegemaßnahmen im Fokus der Kartellbehörden“. Hersteller hätten ein Interesse, das Preisniveau durch den Handel einzuhalten und übten Druck auf den Handel aus, damit dieser seine unverbindliche Preisempfehlung einhält. „Dieser Druck kann für Hersteller und Händler unangenehme (kartellrechtliche) Folgen haben. Denn es droht ein Verstoß gegen das Preisbindungsverbot der zweiten Hand“, erläuter Loch-Horn. Hier stehe derzeit das Rechts-
institut der Preisempfehlung im Zentrum zahlreicher Verfahren. Im Grundsatz gelte: Preisempfehlungen sind unbedenklich – solange sie unverbindlich sind. Fehle es aber an der Unverbindlichkeit und werden sie beispielsweise durch Druckausübung des die Empfehlung aussprechenden Herstellers und anschließende Befolgung durch den Händler verbindlich, entsteht eine kartellrechtswidrige Preisbindung. Die Gretchenfrage lautet daher: Wann liegt eine Druckausübung des Herstellers vor? Und um diese Frage dreht sich Professor Immengas Vortrag.

Anschließend ermöglicht Professor  Tim Schönborn einen Einblick in
seine Forschungsaktivitäten. Er nutzte seine Freistellung für eine Fortbildung in der beruflichen Praxis beim ISSO Institut in Koblenz (Institute for Social and Sustainable Oikonomics).  „ISSO bildet eine Anlaufstelle für die Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und
Kommunen sowie für die Nachhaltigkeits- und Gründerszene in der Region Koblenz/Mittelrhein und versteht sich als Praxis- und Anwendungspartner für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung“, sagt Sprecherin Loch-Horn dazu.

Professor Hubert Schmidt berichtet an dem Abend über „Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Zivilverfahrensrecht – sowie eine wahre Begebenheit“. Das Thema „Lithium-Ionen-Batterien bei der Arbeit zugeschaut“ wird von Professor Gregor Hoogers vorgestellt. Am Kompetenzzentrum für Batterie- und Brennstoffzellentechnik, welches Professor Hoogers leitet, werden Methoden entwickelt, Lithium-Ionen-Batterien im Betrieb in Struktur und Funktion zu charakterisieren. „Ziel ist hierbei eine bessere Abgrenzung und letztlich Kontrolle der Alterungsmechanismen“, erklärt Loch-Horn.

Abschließend spricht Professor Klaus Rick zum Thema „Business & Biodiversität: Naturkapital und seine Bewertung“. Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick, wie zeitgemäße und verantwortungsvolle Unternehmensführung die Verfügbarkeit und Bewahrung des Naturkapitals sowie der Ökosystem-Dienstleistungen in Management-Entscheidungen integrieren kann.

Nach den Vorträgen steht die Preisverleihung des Wettbewerbs für europäische Forschungsprojekte mit Schwerpunkt auf dem Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 an. Eine Anmeldung ist erforderlich. Das entsprechende Anmeldeformular gibt es im Internet auf der Webseite  www.umwelt-campus.de/ndw. Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit der Kinderbetreuung (ebenfalls mit Anmeldung).