Mutter füttert schreiendes Baby mit Antidepressiva

Mutter füttert schreiendes Baby mit Antidepressiva

Weil sie ihr schreiendes Baby fast vergiftet hätte, ist eine Mutter zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die 30-Jährige hatte vor dem vom Landgericht Mainz gestanden, ihrem sechs Monate alten Sohn zweimal heimlich ein Antidepressivum gegeben zu haben, als er in der Kinderklinik behandelt wurde.

Das Urteil erging gestern wegen gefährlicher Körperverletzung mit der Auflage, dass sich die Frau psychiatrisch behandeln lässt. Experten hatten ihr ein Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom attestiert, bei dem die eigenen Kinder absichtlich krank gemacht werden, damit die Mutter sie später wieder gesund pflegen kann. Das Frühchen musste im Mai 2012 bereits zum zwölften Mal mit akuten Herz- und Atemproblemen in der Mainzer Uniklinik behandelt werden. Jedes Mal hatte die Mutter ihm das flüssige Medikament gegeben, das eigentlich für sie selbst bestimmt war. Das Kind erlitt unter anderem einen Krampfanfall. Inzwischen lebt der Junge bei Pflegeeltern.

Mehr von Saarbrücker Zeitung