Musikalische Köstlichkeiten

Eiweiler. Für die Ouvertüre zum Eiweiler Adventskonzert sorgt traditionell der Nachwuchs: In jedem Jahr demonstrieren sowohl das Schülerorchester als auch das Jugendorchester Kostproben ihres Könnens. In diesem Jahr war die Kostprobe eine Köstlichkeit. Das Jugendorchester spielte unter anderem "Where the black hawk soars" ("Wo der schwarze Falke aufsteigt")

Eiweiler. Für die Ouvertüre zum Eiweiler Adventskonzert sorgt traditionell der Nachwuchs: In jedem Jahr demonstrieren sowohl das Schülerorchester als auch das Jugendorchester Kostproben ihres Könnens. In diesem Jahr war die Kostprobe eine Köstlichkeit. Das Jugendorchester spielte unter anderem "Where the black hawk soars" ("Wo der schwarze Falke aufsteigt"). Das Stück des amerikanischen Komponisten Robert W. Smith zählt zum Genre "Programmmusik". Diese Musik beschreibt eine Folge von Handlungen oder Situationen, die Bilder und Gedanken auslösen sollen. Bekannteste Beispiele sind Vivaldis Vier Jahreszeiten oder Smetanas Moldau.Das Jugendorchester löste eine Vielzahl solcher Bilder und Gedanken aus. Wie den majestätischen Aufstieg des Falken oder dessen lautloses Gleiten über die Schluchten des Grand Canyon. Dynamisch, aber auch einfühlsam setzte das Jugendorchester diese Bilder um. Nicht umsonst wurde es vor wenigen Wochen dafür bei den Wertungsspielen des Bundes Saarländischer Musikvereine mit der Höchstnote ausgezeichnet. Lang anhaltender, rhythmischer Beifall und Bravo-Rufe der rund 380 Zuschauer belohnten die Darbietung der Eiweiler Nachwuchsmusiker. Auch das Große Orchester wurde mit solchen Beifallsstürmen bedacht. So bei Kurt Gäbles "Celtic Flutes" ("Keltische Flöten"), bei dem es die traditionellen Flötenklänge der Kelten meisterhaft mit den Klängen symphonischer Blasmusik verband. Herausragend dabei die Solistinnen Laura Balzert und Jasmin Herber. Riesenbeifall gab es auch für Siegfried Lambert, der nicht nur unzählige Instrumente beherrscht, sondern auch hervorragend singen kann. Wie bei Roger Ciceros Hit "Zieh die Schuhe aus" (Arrangement Judith Peters). Lambert versuchte keineswegs, Cicero zu imitieren, sondern er gab dem Vortrag seine eigene Note. Und die Musiker bewiesen, trotz Vorbehalten bei den Proben, dass auch ein Blasorchester swingen kann. Weitere Höhepunkte waren George Gershwins Filmmusik "Ein Amerikaner in Paris", die Polka "Rosamunde" und der amerikanische Parademarsch "National Emblem". Am Schluss des dreistündigen Konzertes war sich das Publikum einig: "Die können alles spielen" - "Mitreißende Musik" - "Traumhaft schön".

Auf einen BlickModeration: Dr. Thomas Bauer, Dr. Ingo Meurer, Bernadette Ney, Theresa Ney. Dirigenten: Judith Peters (Großes Orchester), Frank Lambert (Schüler- und Jugendorchester). Solisten: Laura Balzert (Querflöte), Jasmin Herber (Querflöte), Siegfried Lambert (Gesang), Otmar Lambert (Trompete), Marius Trier (Saxofon), Herbert Krass (Posaune). dg