Moped-Treffen: Mopedtreffen wird zum Volksfest

Moped-Treffen : Mopedtreffen wird zum Volksfest

1500 Gäste begeistern sich für Klassiker der Zweirad-Szene und Musik.

„Das war der Hammer. Ich schätze um die 1500 Besucher“, sagte Michael Christmann. Der Vorsitzende der Mopedfreunde Liebenburg meinte damit das Open-Air mit der Band The Gambles zum Auftakt des achten Mopedtreffens. „Damit ist unser neuer Festplatz auf dem Dorfplatz in Eisweiler auf Anhieb prima angenommen worden“, ergänzte Christmann.

In der Liebenburgstraße wimmelte es nur so von alten Mopeds, Mokicks, Kleinkrafträdern, Mofas und Zweitakt-Motorrädern. Um die 300 Besitzer der Kultfahrzeuge kamen aus allen Teilen des Saarlandes und der Pfalz, freuten sich über das große Interesse ihrer Oldies und erklärten deren Besonderheiten.

Zu den gezeigten Modellen gehörten neben Kreidler, Zündapp, Simson, Suzuki, Kawasaki, Yamaha und Rixe. Michael Sartorius aus Kaiserslautern kam mit einer Heinkel-Tourist, Baujahr 1958. „Das war ein Mercedes unter den Nachkriegsrollern. Ich habe das Gefährt mit zehn PS entsprechend restauriert“, erzählt der 56-Jährige.

„Seit meinem 18. Lebensjahr ist der Motorsport ein geliebtes Hobby“, sagte die 58-jährige Sabrina Müller aus Saarlouis und erklärte ihre Suzuki. Stephan Haab zeigte eine Adler, MB 250, Baujahr 1970 und hat diese, wie er sagte, zur Rennmaschine umgerüstet. Maik Casper aus Dirmingen hat es eine Herkules MLK 220, Baujahr 1964, angetan. „Die Maschine wurde im Schaltjahr am 29. Februar 1964 zugelassen“, erzählte der 35-Jährige. „Ich bin zum ersten Mal bei diesem Mopedtreffen dabei und von der familiären Atmosphäre begeistert, so was habe ich noch nie gesehen“, so Rafael Leonhard. Der 35-jährige Nohfelder kam mit einer Simson S 50 N, Baujahr 1978. „Sie wurde damals spartanisch gebaut und war für damalige Verhältnisse günstig.“

Bei Harald Bier aus Freisen war es eine Herkules von 1974, bei Oliver Lang aus Hahnweiler eine Suzuki von 1978 und bei Giovanni Cantriro aus Marpingen eine wassergekühlte Herkules Ultra 80 Shopper. Stolz präsentierte auch Ralf Stoll aus Nohfelden seine Kreidler Florett mit Eiertank vom Baujahr 1963. Robert Kalinowski aus Pinsweiler kam mit einer Simson Schwalbe Baujahr 1977 angerollt. Jakob Hoffmann war bei diesem Mopedtreffen der Jüngste und Kurt Zeidler der älteste Fahrer. „Ich habe ein Jahr lang mein Mofa der Marke Peugeot selbst restauriert, sagte der 14-Jährige St. Wendeler stolz. „Das ist ein Fahrrad mit Anbaumotor aus dem Jahre 1931. Es wurde in Sachsen hergestellt“, erläuterte der 72-Jährige aus Oberthal den neugierigen Blicken sein Gefährt.

Michael Christimann und seine Vereinskameraden, Helmut Schmitt, Roman Wirtz, Helmut Leidinger, Ralf Backes und sein Sohn Jonathan hatten um die 30 Exponate ausgestellt. Zahlreiche Besucher auch ohne Gefährt hatte das große Spektakel angelockt. „So viele Leute am Stück hat Eisweiler mit um die 470 Einwohner bisher noch nie gesehen“, brachte es ein Gast aus dem benachbarten Namborn auf den Punkt. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Mopedfreunde Liebenburg, Roman Wirtz, bestätigte: „Es war wieder ein rundum gelungenes Fest. Wir sind stolz ohne Ende. Als kleiner Verein mit gerade mal 13 Mitgliedern ist eine solch große Veranstaltung nur mit anderen Familienmitgliedern und Freunden zu stemmen.“ Das habe hervorragend funktioniert.

Hier das Team der Mopedfreunde Liebenburg, das die achte Auflage der Veranstaltung organisierte. Foto: B & K/Franz Rudolf Klos

Zum Programm des Mopedtreffens gehörten auch Böllerschüsse durch den Schützenverein Fidelio Güdesweiler, eine von Helmut Schmitt geführte Rundfahrt durch das Namborner Land mit rund 50 Mopeds, eine Bildergalerie zur Geschichte von Eisweiler und angebotene Flüge mit einem Hubschrauber.

Mehr von Saarbrücker Zeitung