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Moderne Wohnungen statt alter Villa

Moderne Wohnungen statt alter Villa

In der St. Wendeler Innenstadt herrscht derzeit ein reger Bauboom. Anteil daran hat auch der Bauträger Arge Betreutes Wohnen GdbR. Im Rohbau in der Urweilerstraße stand am Freitag das Richtfest an. Dabei kündigte Geschäftsführer Horst Schreiter bereits die nächsten Bauprojekte an.

So soll der Neubau der Arge Betreutes Wohnen GdbR mit 18 Wohnungen aussehen. Alle Wohneinheiten sind bereits verkauft.

Der Betonmischer läuft, Arbeiter schieben Schubkarren vor sich her, der Korken einer Sektflasche knallt. Da, wo später einmal die Autos der Bewohner parken werden, sind Stehtische und ein Büfett aufgebaut. In der Urweilerstraße 12 wurde am Freitag Richtfest gefeiert. Der Rohbau des Bauprojektes steht. 18 Wohnungen in der Größe von 70 bis 120 Quadratmetern werden hier von der Arge Betreutes Wohnen GdbR gebaut. Nicht das erste Projekt der Bauträgergesellschaft, bestehend aus den beiden Firmen Schreiter & Collegen Wirtschafts- und Finanzberatungsgesellschaft mbH und der BBG Bau- und Baubetreuungsgesellschaft mbH. In den vergangenen zehn Jahren hat die erfolgreiche Kooperation bereits 116 Wohnungen in St. Wendel gebaut. "Das erste Projekt mit 54 Wohnungen haben wir in der Reichswies realisiert", erinnert Arge-Geschäftsführer Horst Schreiter.

Den Begriff "betreutes Wohnen" im Firmenname darf man übrigens nicht mit Seniorenwohnungen gleichsetzen. Denn: "Wir haben einen guten Altersmix. Von 30 Jahren aufwärts", sagt Arge-Geschäftsführer Armin Schu. So auch in der Urweilerstraße 12. Fast alle Wohnungen in diesem Gebäudekomplex sind bereits verkauft. "Eine ist noch reserviert, aber die dürfte in Kürze auch verkauft sein", so Schreiter.

Um den modernen, barrierefreien Wohnraum mit - wie Schreiter es formuliert - "gehobener Ausstattung" realisieren zu können, hat die Arge die alte Villa Maurer, die zuvor in der Urweilerstraße 12 stand, von der Erbengemeinschaft gekauft und abgerissen. Das allein hat den Bauträger rund 400 000 Euro gekostet. In den Neubau investiert die Arge drei Millionen Euro.

"Der Wohnwert in St. Wendel ist gestiegen, die Stadt ist attraktiv", sagt Schreiter. Doch auch die Kurve für Baukosten bewege sich stetig nach oben. "Zwischen dem Projekt in der Mott und dem in der Urweilerstraße sind die Baukosten um fünf Prozent gestiegen", rechnet Schreiter vor. Dennoch wollen er und sein Geschäftspartner Schu nachlegen. Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern. "Wir wollen das Bürgeramt in der Gymnasialstraße kaufen", verkündet Schreiter. Dort sollen 21 Wohnungen entstehen, konkretisiert Schu im SZ-Gespräch. Auch ein Penthouse mit 150 Quadratmetern soll realisiert werden. Startschuss des Bauprojektes: Sobald die Verwaltung ins neue Rathaus umgezogen ist.

Somit wird sich die Zahl der derzeit 134 von der Arge realisierten Wohnungen (inklusive Urweilerstraße) in der Kreisstadt schon in absehbarer Zeit weiter erhöhen.

Das Arge-Bauprojekt in der St. Wendeler Beethovenstraße ist so gut wie fertig. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 11. Mai, ab 11 Uhr, können Interessierte sich die Wohnungen anschauen. In diesem Gebäude sind allerdings bereits alle Wohneinheiten verkauft.