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Mit viel Musik geht's auch in der Schule noch ein bisschen besser

Mit viel Musik geht's auch in der Schule noch ein bisschen besser

Neunkirchen/Merchweiler. Wie bekommt man ein Saxofon wieder unfallfrei in seinen Koffer, warum muss ein Waldhorn so schwer sein, und wie hält man die lange Querflöte richtig an den Mund? Fragen über Fragen, die sich am Montagmorgen den Ganztagsschülern der Klasse 5.2 der Erweiterten Realschule (ERS) Merchweiler stellten

Neunkirchen/Merchweiler. Wie bekommt man ein Saxofon wieder unfallfrei in seinen Koffer, warum muss ein Waldhorn so schwer sein, und wie hält man die lange Querflöte richtig an den Mund? Fragen über Fragen, die sich am Montagmorgen den Ganztagsschülern der Klasse 5.2 der Erweiterten Realschule (ERS) Merchweiler stellten. An die 24 Mädchen und Jungen wurden nämlich mit einem großen Aufgebot an Prominenz, angeführt von Landrat Rudolf Hinsberger und dem Vorstandschef der Sparkasse Neunkirchen, Fred Ricci, die Musikinstrumente verteilt, die sie im Rahmen des Projektes "Instrumentalklasse" ab sofort nutzen können.Zum besonderen Profil der ERS Merchweiler mit ihrem Schulleiter Franz Henkes gehört nämlich nicht nur das Angebot der Ganztagsklassen, sondern nun auch die Möglichkeit mit schuleigenen Instrumenten in die wunderbare Welt der Musik einzutauchen. In Zusammenarbeit dem dem örtlichen Musikverein werden interessierte Kinder von der Pike an ausgebildet. Und das mit einer ganzen Palette hochwertiger und anspruchsvoller Blas-Instrumente, mit Gitarren oder Keybords. "Wir haben den Kindern die Instrumente vorgestellt, sie konnten probespielen und sich ihren Liebling aussuchen", erläutert Petra Donie vom Musikverein Merchweiler das Konzept. Nachdem viele Spenden und viel Eigeninitiative von Lehrern, Eltern und Schülern (die SZ berichtete) es bereits ermöglicht hatten, dass eine Ganztagsklasse mit Instrumenten ausgestattet werden konnte, sorgte die Sparkasse Neunkirchen mit "einem vierstelligen Betrag" für den zweiten Klassensatz. "Der Landrat hat uns gefragt, ob wir das Projekt unterstützen, und wir fanden das prima", so Fred Ricci. Und ganz offensichtlich finden auch die meisten Ganztagskinder ihre Instrumente prima, nur einige wenige verzichten aufs Noten-Lernen und auf Üben. Sie werden vom gemeinsamen Musizieren aber nicht ausgeschlossen, sondern können mit einfachem Material für den Rhythmus sorgen.Schule, Schüler und Musikverein können gleichermaßen von den Instrumentalklassen profitieren: Die Kinder erhalten qualifizierten Unterricht in der schulischen Nachmittagsbetreuung, der Musikverein erhofft sich begeisterten Nachwuchs, der später eventuell auch die Orchester bereichert. Und Landrat und Schulleiter freuen sich, dass trotz Ebbe in den kommunalen Kassen dank privaten Engagements etwas für die Kinder bewegt werden kann. Tamara, Mandy, Marvin, Julie Marie, Mariella, Hanna, Lorena und Lukas freuen sich auch. "Für uns ist jetzt ein Traum wahr geworden."Schulleiter Franz Henkes