Mit einem kleinen Pieks gleich zweimal helfen

Mit einem kleinen Pieks gleich zweimal helfen

Gerade mal ein Fingerhut voll Blut, mehr bedarf es nicht, um sich bei einer Blutspende auch gleich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Eine Zusammenarbeit zwischen DRK und Stefan-Morsch-Stiftung macht es möglich.

"Ich habe selber zwei Kinder und finde die Typisierung wichtig." Melanie Faller ist eine von 1400 Menschen, die sich bei dem gemeinsamen Aufruf des DRK-Blutspendedienstes West und der Stefan-Morsch-Stiftung als Stammzellspender registrieren ließen. Seit Herbst vergangenen Jahres kooperiert die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Das bedeutet: Gemeinsam wird nach potenziellen Lebensrettern - Blut- und Stammzellspendern - gesucht.

"Einmal stechen, zweimal helfen", lautet das Motto dieser Aktion, die auch im Kreis St. Wendel angelaufen ist. Das heißt: Wer zum Blut spenden geht, kann sich direkt auch als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen. "Nach der Blutspende, wenn die Spender ohnehin noch eine Kanüle im Arm haben, wird einfach ein Röhrchen Blut abgenommen - ein Fingerhut voll", so Andrea Djifroudi, Sprecherin der Stiftung. Dieses Röhrchen kommt dann ins hauseigene Labor der Stiftung, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Diese HLA-Merkmale, die Teil des genetischen Codes eines Menschen sind, werden zusammen mit den persönlichen Daten im Register der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert. Die Gewebemerkmale stehen dann zusammen mit der Spendernummer unter der Beachtung des Datenschutzgesetzes anonymisiert im deutschen Zentralregister (ZKRD) und in der internationalen Spenderdatei (BMDW) für eine weltweite Suchabfrage bereit.

Die im Herbst vergangenen Jahres gestartete Zusammenarbeit hat bislang schon gute Resonanz: Insgesamt wurden bei den gemeinsamen Blutspende- und Typisierungsaktionen fast 1400 neue Stammzellspender in der Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert. Und einer von diesen neu registrierten Spendern konnte dank seiner genetischen Übereinstimmung mit einem Patienten bereits helfen.

Die nächste Gelegenheit, sich typisieren zu lassen, ist am heutigen Donnerstag, 6. Februar, 17.30 bis 20.30 Uhr, Winterbach, Mehrzweckhalle.

stefan-morsch-stiftung.de