Mit dem Schöffenshof ging ein Traum in Erfüllung

Mit dem Schöffenshof ging ein Traum in Erfüllung

Neunkirchen/Nahe. Ein 60 Jahre währendes Eheleben haben Robert und Maria Mörsdorf hinter sich. Sie wohnen in der Zweibrücker Straße 4 in Neunkirchen/Nahe. Die Diamantene Hochzeit wird am Samstag, 30. Januar, mit einer Messe um 14 Uhr in der Pfarrkirche gefeiert. Ab 16 Uhr ist im Landhaus Mörsdorf, das von ihrem Sohn Werner betrieben wird, Tag der offenen Tür für die Gratulanten

Neunkirchen/Nahe. Ein 60 Jahre währendes Eheleben haben Robert und Maria Mörsdorf hinter sich. Sie wohnen in der Zweibrücker Straße 4 in Neunkirchen/Nahe. Die Diamantene Hochzeit wird am Samstag, 30. Januar, mit einer Messe um 14 Uhr in der Pfarrkirche gefeiert. Ab 16 Uhr ist im Landhaus Mörsdorf, das von ihrem Sohn Werner betrieben wird, Tag der offenen Tür für die Gratulanten. Robert Mörsdorf wurde am 20. Mai 1921 in Neunkirchen/Nahe geboren. In der Volksschule war sein Schwager Alois Maiborg sein Lehrer. "Wenn es um das Bestrafen der Kinder ging, hat er keinen Unterschied gemacht, ob Verwandtschaft oder nicht", erinnert sich der Jubilar. Er besuchte die Landwirtschaftsschule in Birkenfeld. 1940 musste er in den Krieg, kam nach Trier, anschließend nach Russland und wurde 1943 verwundet. "Zwei Tage nach dem Waffenstillstand am 8. Mai 1945 habe ich im Riesengebirge die Uniform ausgezogen und bin mit einem alten Fahrrad in Zivilklamotten nach Hause gefahren, jeden Tag zwischen 100 und 120 Kilometer", erzählte Mörsdorf. Unterwegs gaben ihm die Menschen Essen und Unterkunft. Am 30. Mai sei er in Neunkirchen angekommen. Der Hof sei unversehrt gewesen. Sofort habe er seinen Eltern wieder in der Landwirtschaft geholfen. Seine Frau Maria, geborene Petry, die am 3. Februar 1929 in Furschweiler zur Welt kam, besuchte die Dorfschule und die Landwirtschaftsschule in St. Wendel. Robert lernte sie 1949 kennen. Geheiratet wurde am 23. Januar 1950 auf dem Standesamt in Nohfelden. Die kirchliche Trauung übernahm drei Tage später Pastor Klinkner in Furschweiler. Das Paar wohnte zunächst im Elternhaus des Ehemannes in Neunkirchen. Vier Buben und ein Mädchen kamen im Laufe der Jahre zur Welt. Als es an den Bau des Bostalsees ging, verkauften die Eheleute einen Teil ihrer Ländereien. Den inzwischen neu gebauten Hof rissen sie ab und errichteten 1976 an gleicher Stelle das Hotel/Restaurant Schöffenshof. Sie erfüllten sich damit einen lange gehegten Wunsch. Im Pfarrwittum entstand 1978 ihr neues Wohnhaus. Als Robert Mörsdorf 1981 krank wurde, gaben die Eheleute das Gasthaus schweren Herzens auf. Lange hat Robert Mörsdorf in jungen Jahren Fußball gespielt und war Mitglied im Rat der selbstständigen Gemeinde Neunkirchen/Nahe. Sein großes Hobby, das kunstvolle Arbeiten mit Holz, hat der Jubilar aus Altersgründen inzwischen aufgeben müssen. gtr

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