Mettlach stürmt ins Halbfinale

Es hat ein bisschen gedauert, bis die Spieler des SV Mettlach nach der Winterpause in Schwung kamen. Doch nun läuft's. Nach zwei Liga-Siegen in Folge zog die Mannschaft am Mittwoch zum dritten Mal seit 2008 ins Pokal-Halbfinale ein.

Das war ein souveräner Auftritt. Schon mit der allerersten Aktion des Spiels machte Fußball-Saarlandligist SV Mettlach am Mittwochabend in Bildstock allen Anwesenden klar, dass es an diesem Tag keine Pokal-Überraschung geben würde. Noch bevor der Sekundenzeiger seine erste Runde um das Ziffernblatt gedreht hatte, musste ein Abwehrspieler des gastgebenden Verbandsligisten DJK auf der Linie klären. Das Endergebnis nach 90 Minuten war deutlich: 3:0 (1:0) für Mettlach.

"Wir hatten furiose erste 20 Minuten. Das Endergebnis hätte da schon feststehen können", bilanzierte SVM-Trainer Christoph Gläsner nach dem Spiel zufrieden. "Mit den Torchancen im Minutentakt haben wir Bildstock überrascht." Nicht einmal fünf Minuten dauerte es, ehe Pascal Reiter vor gerade einmal 250 Zuschauern die 1:0-Führung markierte. Die Bildstocker Hintermannschaft konnte eine Hereingabe nicht richtig klären, der Ball kam in zentraler Position im Strafraum zu Reiter, der unbedrängt und eiskalt abschloss. Die DJK kam erst nach 19 Minuten durch Sascha Schaum zu ihrer ersten Chance. Doch sein strammer Flachschuss von links wurde geklärt.

Der zweite Durchgang begann mit den drei besten Möglichkeiten der Gastgeber, aber Wajdl Moumni, Thomas Kuhn und Schaum verpassten den möglichen Ausgleich. Stattdessen legte Mettlach nach. Mit der ersten Chance nach der Pause erzielte Andreas Schug das 2:0 - wegen des kurz darauf folgenden Platzverweises gegen Bildstocks Sven Stenger (Gelb-Rot wegen Meckerns, 54.) so etwas wie eine Vorentscheidung. Nach dem 3:0 durch Salvatore Frenda (60.) wurde auch Marco Caligiuri (70.) vorzeitig zum Duschen geschickt (Schiedsrichter-Beleidigung). "Der Schiedsrichter hat seinen Anteil dazu beigetragen, dass wir in diesem Spiel keine Chance hatten", ärgerte sich DJK-Trainer Stefan Wachter über viele umstrittene Entscheidungen von Schiri Thomas Knoll.

"Wir hätten mit etwas mehr Konsequenz noch das vierte Tor nachlegen müssen, aber insgesamt bin ich hochzufrieden", sagte Gläsner, der mit seinem Team im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen Saarlandliga-Spitzenreiter SV Saar 05 und Drittligist SV Elversberg (2. April) trifft. Es ist das dritte Mal seit 2008, dass die Mannschaft die Vorschluss-Runde erreichte. Zunächst aber will Mettlach am Samstag (15 Uhr) beim abstiegsgefährdeten FV Siersburg seinen dritten Liga-Sieg in Folge einfahren. Derzeit liegt die Mannschaft auf Rang sechs - nur drei Punkte hinter Relegationsrang zwei.