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Mensa wird an die Gemeinschaftsschule Türkismühle angebaut

Mehr Platz für die Schüler : Mensa soll die Raum-Situation entspannen

Der Kreistag entscheidet am Abend des heutigen Montag über einen Anbau an die Gemeinschaftsschule in Türkismühle.

Platz fürs Mittagessen, Platz für Veranstaltungen: Sofern der Kreistag in seiner Sitzung am heutigen Montag grünes Licht gibt, bekommt die Gemeinschaftsschule Türkismühle eine neue Mensa. Landrat Udo Recktenwald (CDU) geht davon aus, dass der Kreistag das Projekt absegnen wird. Schließlich hat der Ausschuss der Sache bereits zugestimmt. Und das einstimmig. Sogar das Geld dafür steht bereits im Haushalt ein. 2,5 Millionen Euro soll der Anbau kosten; angemeldet ist er für die Zuschüsse aus dem Kommunalen Investitions-Förder-Gesetz.  1,8 Millionen Euro sollen daraus fließen; den Rest zahlt dann der Landkreis.

„Eine sinnvolle Investition“, meint Recktenwald. Schließlich sei die Türkismühler Bildungseinrichtung die größte weiterführende Schule im Landkreis St. Wendel. Allerdings seien die Verpflegungsmöglichkeiten verbesserungswürdig. Gerade bei der Freiwilligen Ganztagsschule seien „die Voraussetzungen für das Mittagessen nicht ideal“, so Recktenwald. Gleiches gelte für die Pausenverpflegung, die derzeit gar ausgelagert sei. Zu wenig Platz für die Schüler, von der Optik der Räume will der Landrat gar nicht erst reden. Das soll alles besser werden: „Grundsätzlich wollen wir für die Schüler attraktiven Raum schaffen, dazu gehört auch ein attraktives Mittagessen.“ Zumal in Türkismühle nicht nur die meisten Jungen und Mädchen zur Schule gehen, dort gebe es auch die meisten Anmeldungen für das neue Schuljahr. 153 seien es. Und das habe den Landkreis veranlasst, gar eine sechste Eingangsklasse zu billigen. Die kleineren Klassen kämen der Qualität des Unterrichts entgegen. Aber nicht der Raumsituation. Die sei bei 1200 Schülern alles andere als entspannt. Die Schule platzt aus allen Nähten.  Und der Bedarf an Ganztagsbetreuung steige. Positiver Nebeneffekt der neuen Mensa: Dort, wo derzeit noch gegessen wird, sollen neue Klassenräume entstehen.

Die neue Mensa wird direkt neben dem bisherigen Schulkomplex gebaut, verbunden mit einem überdachten Durchgang, „damit die Schüler trockenen Fußes zum Essen gehen können“, wie es Infrastruktur-Dezernent Uwe Luther ausdrückt. Die Grundfläche wird 25 auf 30 Meter betragen. „210 Sitzplätze sind geplant“, so Luther. Das heißt, dass mehr als 400 Schüler essen könnten; aufgeteilt in zwei Gruppen. Auch eine kleine Terrasse soll es geben, wo die Schüler bei schönem Wetter sitzen können. Neben einer Frühstücks- und einer Warmessen-Ausgabe sind mehrere Lager, eine Spülküche, ein Personal-WC sowie ein Aufenthaltsraum geplant. Zur Straßenseite hin sehen die Pläne eine Glasfront vor.

Stimmt der Kreistag am heutigen Montag ab 16.30 Uhr den Plänen zu, könnte im Frühjahr 2020 gebaut werden, kündigt Luther an. Fertig sein soll die neue Mensa dann im Sommer 2021.