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Mehr Sicherheit auf Friedrichsthals Straßen

Mehr Sicherheit auf Friedrichsthals Straßen

Das Land fördert mit 100 000 Euro die Sanierung von Straßendecken in Friedrichsthal. Symbolisch übergab gestern Staatssekretär Georg Jungmann die zweckgebundene Bedarfszuweisung an Bürgermeister Rolf Schultheis.

 Georg Jungmann (links) und Rolf Schultheis Fotos: Becker&Bredel
Georg Jungmann (links) und Rolf Schultheis Fotos: Becker&Bredel

. Als Geldbriefträger betätigte sich gestern Georg Jungmann, Staatssekretär im Innenministerium. Das kommt häufiger vor. Ungewöhnlich war bei seinem gestrigen Besuch im Friedrichsthaler Rathaus allerdings der Anlass. Die vergleichsweise für solch einen Besuch bescheidene Summe von 100 000 Euro überreichte Jungmann symbolisch Bürgermeister Rolf Schultheis. Ungewöhnlich deshalb, weil das Land die Kosten der Sanierungsarbeiten an fünf städt ischen Straßendecken mit dem Festbetrag fast komplett übernimmt. Die verschuldete Stadt hätte den üblichen Eigenanteil von 50 Prozent auch nicht aufbringen können.

Aufgrund einer Vorabgenehmigung wurde die Zufahrt zum DJK-Sportplatz, die "in einem sehr miserablen Zustand war" (Schultheis zur SZ), bereits saniert. Weiter instand gesetzt werden die Birkenallee, die Feldstraße und das Schäfergässchen. Am Westschacht sollen die Arbeiten mit dem dortigen Reitverein abgestimmt werden, damit die Zufahrt zum Gelände nicht ausgerechnet dann erschwert werde, wenn der Verein eine Großveranstaltung habe.

Schultheis dankte im Namen der Friedrichsthaler für die Unterstützung vom Land, ohne die die Arbeiten nicht bezahlt werden könnten - und das vor dem Hintergrund, dass das Land ja selbst sparen müsse.

Jungmann bezeichnete die Bedarfszuweisung als "kleinere Maßnahme, die aber große Wirkung" habe. Denn die Sanierung sei dringend nötig, "um die dauerhafte Nutzung sowie die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten".

Der Staatssekretär betonte gestern weiter, dass Friedrichsthal die erste Saar-Kommune sein wird, die den neuartigen Sanierungshaushalt aufstellen muss. Die genauen Bestimmungen, wie dieser präzise aussehen wird, müsse man im Innenministerium gemeinsam mit der Kommunalaufsicht, dem Landesverwaltungsamt (LaVa), aber erst noch festlegen. Das Ministerium wolle seiner Rolle sowohl als Aufsichtsbehörde als auch seiner Fürsorgepflicht für die Kommunen und ihre Einwohner nachkommen.