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Mahnwache für ein "Gutes Leben"

Mahnwache für ein "Gutes Leben"

Neunkirchen. Mit einer halbstündigen Mahnwache auf dem Stummplatz hat die Industriegewerkschaft (IG) Metall gestern die Reihe ihrer Herbstaktivitäten für den "Kurswechsel für ein gutes Leben" fortgesetzt. Die Proteste der Metaller richten sich etwa gegen die Leiharbeit, die Rente mit 67 sowie eine Zwei-Klassen-Medizin

Neunkirchen. Mit einer halbstündigen Mahnwache auf dem Stummplatz hat die Industriegewerkschaft (IG) Metall gestern die Reihe ihrer Herbstaktivitäten für den "Kurswechsel für ein gutes Leben" fortgesetzt. Die Proteste der Metaller richten sich etwa gegen die Leiharbeit, die Rente mit 67 sowie eine Zwei-Klassen-Medizin. "Die Verursacher der Wirtschaftskrise müssen mit an der Zeche beteiligt werden und nicht nur die Steuerzahler, die mit Milliarden für Bankenspekulation bürgen", nennt der Bevollmächtigte der IG Metall Neunkirchen, Jörg Caspar, weitere Forderungen. Daher setze sich die IG Metall für die Einführung einer Spekulationssteuer ein.An der Mahnwache nahmen überwiegend Vertrauensleute des Automobilzulieferers Eberspächer sowie von Kennametal und ihre Familien teil. "Leiharbeit macht arm" und "Der Jugend Zukunft geben" stand unter anderem auf ihren Transparenten, mit denen sie Passanten auf ihre Anliegen aufmerksam machten. Eine ausufernde Leiharbeit treffe vor allem die Jugend, so die IG Metall. "Es kann nicht sein, dass Leiharbeiter, die voll arbeiten, noch mit Hartz IV aufstocken müssen", empört sich Caspar.

Doch ebenso seien ältere Menschen betroffen, und die Rente mit 67 bedeute Rentenkürzung. "Die Rente mit 67 ist eine Lebenslüge. Wo gibt es denn Betriebe, in denen so lange gearbeitet werden kann?", fragt Caspar. ukl