Lust auf die Sommerferien

Neunkirchen. Noch sind die schmucken Häuschen geschlossen, der Bolzplatz wie leer gefegt und die Bäume ringsherum winterkahl. Trotzdem machte die Stadt Neunkirchen gestern in der Ferienanlage Robinsondorf in Furpach Appetit auf die Sommerferien, denn dann locken wieder jede Menge Freizeiten in die Natur

Neunkirchen. Noch sind die schmucken Häuschen geschlossen, der Bolzplatz wie leer gefegt und die Bäume ringsherum winterkahl. Trotzdem machte die Stadt Neunkirchen gestern in der Ferienanlage Robinsondorf in Furpach Appetit auf die Sommerferien, denn dann locken wieder jede Menge Freizeiten in die Natur. Das Amt für Soziale Dienste, Kinder, Jugend und Senioren der Kreisstadt Neunkirchen hat auch in diesem Jahr ein vielfältiges Ferienprogramm zusammengestellt. "Nichts Aufregendes", meinte Bürgermeister Jürgen Fried bescheiden. Aber seit vielen Jahren so erfolgreich, dass "am 3./.4. Januar schon die ersten Anrufe kommen, wann die Broschüre erscheint", verriet Gertrud Backes. Jetzt ist diese druckfrisch erhältlich und listet die meisten Angebote auf, an denen Kinder und Jugendliche in den Sommerferien teilnehmen können. Die Freizeiten gliedern sich nach den Worten Frieds in verschiedene Bereiche. Zum einen in die Angebote, die die Stadt Neunkirchen allein auf die Beine stellt wie etwa der Klassiker Sylt, die Erlebnisfreizeit im Robinsondorf oder die Ferienfreizeit Lübben im Spreewald. Dann gibt es die bewährte Kooperation mit anderen Veranstaltern wie etwa dem benachbarten Saar-Pfalz-Kreis, der zum Beispiel Reiterferien auf dem Gestüt Wiesenhof oder ein Adventure-Camp Ardeche organisiert. Auch Einzelveranstaltungen wie eine Tagesfahrt nach Straßburg sind in das Programm integriert. Gertrud Backes wies außerdem auf den Ferienkalender hin, der Anfang Juni zum 7. Mal erscheinen soll und in Kooperation mit dem Stadtteilbüro aufgelegt wird. Berufstätige Eltern und alleinerziehende Väter und Mütter seien auch froh über die Tagesbetreuung, die zum Teil im Familien- und Nachbarschaftszentrum stattfinde, fügte Klaus Heidinger hinzu. Überdies könnten Familien, die finanziell nicht so gut aufgestellt seien, beim Landkreis einen Zuschuss zu den Freizeiten beantragen. 50 Prozent der Kosten, maximal 200 Euro, übernimmt dann das Jugendamt.Wer nicht unbedingt verreisen möchte, kann auch vor der Haustür einiges erleben. Die Jugendpfleger im Kreis Neunkirchen haben Einzelaktionen wie etwa eine Musicaltour oder Skaterfahrt geplant. Die Stadt legt nach eigenen Angaben großen Wert auf eine gute Ausbildung der Betreuer für die Ferienfreizeiten. Für sie findet im Robinsondorf am 9. Mai von 10 bis 16 Uhr ein kostenloser Workshop statt, für den man sich bei Klaus Heidinger (siehe Info "Auf einen Blick") anmelden kann.

Ein Schnappschuss von der Osterfreizeit 2004 im Robinsondorf. Die diesjährige an Ostern ist bereits ausgebucht. Foto: SZ/Stadt.

Auf einen BlickIm Jahr 2008 wurden insgesamt 529 Kinder und Jugendliche in Neunkirchen betreut, die an mehrtägigen Freizeiten, Tagesaktionen oder einer Betreuung in den Sommerferien teilgenommen haben. Die neue Broschüre "Freizeiten 2009" liegt überall im Stadtgebiet von Neunkirchen an den bekannten Infostellen aus und ist auch direkt beim Amt für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales, Rathaus, Oberer Markt 16, Telefon (06821) 20 24 20 (Klaus Heidinger), erhältlich. hek