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Losheim blickt optimistisch ins neue Jahr

Losheim blickt optimistisch ins neue Jahr

Losheims Bürgermeister Lothar Christ nahm den Neujahrsempfang der Vereinigung Losheimer Unternehmen einerseits zum Anlass zurückzublicken, andererseits richtete sich sein Blick auf die Zukunft.

"Man sollte die Dinge so nehmen wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte." Mit diesem Zitat von Curt Goetz begann Lothar Christ, Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, seinen Jahresrückblick. Offenbar tun Land und Gemeinde einiges dafür, dass die Dinge in den kommenden Monaten besser laufen als 2013, obwohl das Jahr laut Christs Aussage gar nicht so schlecht war.

Die Vereinigung Losheimer Unternehmen (VLU) hatte zum Neujahrsempfang in den Saalbau eingeladen, und Norbert Heinz begrüßte neben dem örtlichen Verwaltungschef Staatssekretär Jürgen Barke, Stefan Palm, MdL, Altbürgermeister Raimund Jakobs, der sich seit Jahrzehnten vehement für den Erhalt des Losheimer Krankenhauses einsetzt, Mitglieder des Losheimer Bürgerforums und zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens.

In Losheim wurde im vergangenen Jahr umsichtig investiert, und ein nochmaliger Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen auf jetzt 4,9 Millionen Euro zeigt, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der Gemeinde positiv verläuft. Zur Zeit können die laufenden Ausgaben mit den laufenden Einnahmen gedeckt werden und die Kommune ist nicht überschuldet.

Die Situation einiger industrieller Betriebe gibt Anlass zur Sorge, vor allem Homanit bezeichnete Christ als ein wichtiges Thema. Hier will die Gemeinde durch die Sicherung des Schienenverkehrs einen positiven Beitrag leisten. Allerdings, erklärte der Bürgermeister, "werden wir nur mit Unterstützung des Landes hierzu in der Lage sein."

Erster der Solarbundesliga

Fortschritte erzielte die Gemeinde bei der Sanierung und Aufwertung des alten Marktes, sieben Millionen Euro investierte sie in Grundschulen, Kindergärten und Krippen. Auch im ökologischen Bereich nimmt Losheim eine Spitzenposition ein. Die Kommune errang in 2013 erneut den ersten Platz in der Solarbundesliga, ihre Bürger produzierten landesweit die geringste Menge an Restmüll, nämlich 92 Kilo pro Einwohner und Jahr, und die Akzeptanz des Wertstoffhofes hat sich weiter erhöht. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der naturnahe Tourismus, der eine steigende Anzahl von Gästen aus ganz Deutschland anzieht.

Ein schwieriges Jahr war 2013 für die Automobilbranche. "Die 13 in der Jahreszahl hat uns wirklich kein Glück gebracht", berichtete Joachim Müller, aber am Beispiel Porsche legte er dar, dass es nach einem Tief durchaus wieder steil nach oben gehen kann. Deshalb riet er dazu, mit Tatkraft, aber auch mit Ruhe und Optimismus in das begonnene Jahr zu gehen. Ohne stationären Handel werde es auch im Internet-Zeitalter nicht gehen, denn Kundennähe und individuelle Beratung laufen nicht über den Bildschirm.

Auch Staatssekretär Jürgen Barke strahlte verhaltene Zuversicht aus. "Am 31. Januar beginnt nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Pferdes", erklärte er, und das Pferd symbolisiere gleichermaßen Dynamik und Stabilität. Die Koalition habe einen nachhaltigen Konsolidierungsprozess eingeleitet und begonnen, das strukturelle Defizit des Landes auszugleichen. Die dazu erforderlichen Maßnahmen werden nicht leicht umzusetzen sein und Zeit brauchen, aber längerfristig seien durchaus Erfolge zu erwarten.

Begleitet von der schwungvollen Musik der VLU-Hausband ("Sir Henry Jazzband") nutzten die Gäste des Neujahrsempfangs die Zeit zum Erfahrungsaustausch. Auch der gute Kontakt, den die Losheimer Geschäftsleute untereinander pflegen, trägt zu einer Bündelung der Kräfte bei und stärkt die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde.