Lollipops singen für die Orgel

Wolfersweiler. Die großen und kleinen Lollipops aus Gimbweiler erfreuten die Gäste beim Benefizkonzert am Samstag in der evangelischen Kirche mit ihren natürlich und originell klingenden Stimmen. Die Jungen und Mädchen gaben sich bei ihren Liedvorträgen ganz locker und unbefangen

Wolfersweiler. Die großen und kleinen Lollipops aus Gimbweiler erfreuten die Gäste beim Benefizkonzert am Samstag in der evangelischen Kirche mit ihren natürlich und originell klingenden Stimmen. Die Jungen und Mädchen gaben sich bei ihren Liedvorträgen ganz locker und unbefangen. Besonders ansprechend waren dabei das "I will follow him" aus dem Musical "Sister Act" und das mehrstimmige Kirchenlied "Da berühren sich Himmel und Erde."In zwei Blöcken legte der Bundenbacher Knappenchor Proben seines hervorragenden Könnens ab. Den ersten konnte man mit "Hymnen an den Abend und an die Nacht" überschreiben. So sorgfältig war die Literatur dafür ausgewählt und so feinsinnig wurde sie von dem Chor vorgetragen. Eingestimmt durch Franz Schuberts bekanntes "Im Abendrot" erlebten die Hörer besonders intensiv das schwedische "In Mondes Schimmer" und Jean Philippe Rameaus "Hymne a la nuit". Der Block mit Abend- und Nachtliedern klang mit "Herr, den ich tief im Herzen trage" und "Das Abendglöcklein ruft" aus. Letzteres war eine Reminiszenz an die gute, alte Zeit, als die Werktätigen noch das Läuten der Glocke vernahmen. Geistlichen Gesängen war der zweite Chorteil gewidmet. Die Die Palette der Chorsätze reichte von "Dona pacem, Domine" über ein "Agnus Dei" bis zu "Dank sei dir, Herr" und "Höre mein Rufen." Der Tradition folgend sang der Knappenchor auch zwei Barbara-Hymnen, eine von Martin Berger und eine von Eduard Johann und erwies damit der Schutzpatronin der Bergleute eine besondere Ehre. In den Programmverlauf waren Vorträge für Querflöte (Iris Helmer) und Orgel (Karl-Heinz Fries) eingebettet. Die beiden Solisten spielten zwei Sätze aus der Sonate G-Dur von Georg Philipp Telemann und das Adagio aus der Sonate Es-Dur von Johann Sebastian Bach.Der Klang der aus dem Jahre 1834 stammenden Stumm-Orgel wies auf das Anliegen der Kirchengemeinde und des Fördervereins hin, diese älteste Orgel, die die Gebrüder Stumm im Saarland gebaut haben, auch in der Zukunft zu pflegen und zu erhalten. Fachleute raten, nachdem das Instrument im Jahre 1968 dem Zeitgeschmack angepasst wurde, den historischen Zustand wieder herzustellen. Die beim Benefizkonzert eingegangenen Spenden in Höhe von rund 1500 Euro könnten dabei mithelfen. Pfarrer Uwe Regenberg lobte in seiner Ansprache die Musiker: "Alle haben heute Abend auf ihr Honorar verzichtet." Spendenkonto: 9 25 36, BLZ 592 510 20, Kreissparkasse St. Wendel, Stichwort "Orgel".