Lampen in Eiweiler sollen umgerüstet werden

Gemeinderat in Nohfelden : Licht in Eiweiler soll intelligent werden

Im Nohfelder Gemeinderat ging es um die weitere Vorgehensweise in Sachen gesundes Licht. Ein ganzer Ort soll umgerüstet werden.

Der 580-Seelen-Ort Eiweiler war gleich dreimal Thema in der jüngsten Nohfelder Gemeinderatssitzung (wir berichteten). Einmal ging es um das geplante Ferienhausgebiet „In der Sangheck“ (ausführlicher Bericht folgt), dann um das Beseitigen von Funklöchern und außerdem um die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf moderne Technik. Damit soll Eiweiler der erste komplette Ort werden, den die „Dark Sky Association“, die sich gegen Lichtverschmutzung (zu viel und falsches Licht) stark macht, zertifiziert.

„Wir wollen in Eiweiler die komplette Straßenbeleuchtung umstellen“, sagte dazu Bürgermeister Andreas Veit (CDU). Zunächst würden die Lampen, die noch an Leitungen hängen, durch Mastleuchten ersetzt und auf LED-Technik umgerüstet. Im nächsten Schritt soll eine „intelligente Steuerungstechnik“ genutzt werden. Damit seien, so Veit weiter, alle Lampen individuell steuerbar. Darin sieht der Bürgermeister ein Alleinstellungsmerkmal für den kleinen Ort: „Es gibt meines Wissens kein Projekt dieser Art, das einen ganzen Ort umfasst.“ Daher werde es auch bezuschusst. Allerdings nicht ganz so stark wie erhofft. Nach Angaben des Energieversorgers Energis belaufen sich die förderfähigen Kosten auf rund 88 100 Euro. Etwa 40 000 Euro blieben an der Gemeinde hängen, sagt Veit. Ursprünglich hatte er gehofft, das Land würde gut 12 000 Euro mehr übernehmen.

Nichtsdestotrotz ist Veit davon überzeugt, dass sich die Umrüstung für die Gemeinde lohnen wird. Nicht nur, dass die neue Lichttechnik besser für Umwelt und Gesundheit sei. Auch von den Kosten her sei das Projekt äußerst interessant. Er geht davon aus, dass durch die Umrüstung auf LED 30 Prozent der Energiekosten eingespart würden. Bis zu weitere 30 Prozent kämen hinzu, sobald der Ort auf intelligentes Licht umgestiegen sei. „Im Idealfall reden wir also von 60 Prozent an Einsparungen“, rechnet der Bürgermeister vor.

Schließlich werde nicht nur dank der neuen Lampen, die weniger Energie verbrauchen, gespart. Sondern auch, weil das Licht, gerade in so mancher Seitenstraße, nicht die ganze Nacht über leuchte. „Wir können in einigen Straßenzügen das Licht abschalten. Wenn Fußgänger oder Radfahrer vorbeifahren, geht es automatisch wieder an“, erklärt Veit. Außerdem könne die Leuchte auf Wunsch gedimmt werden. „Wir können jede Lichtquelle einzeln programmieren“, so Veit.

Er rechnet damit, dass der Antrag auf Bezuschussung innerhalb der nächsten Wochen bewilligt wird. Und dann „können wir nach und nach umstellen“. Er geht davon aus, dass das im Frühjahr passieren wird. „Wir beginnen in der helleren Jahreszeit, damit sich die Sache einspielt.“ Er geht davon aus, dass die Sache bei der Bevölkerung gut ankommt: „Es ist einem gesunden Schlaf zuträglich, wenn das Dorf nachts nicht ganz hell erleuchtet ist.“

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