Kulturspektakel "Abent(h)euer Kunst" auf der Eisenhütte Abentheuer

Spektakel im Nachbarkreis : Von Fantasiewelten bis Frauenmantel

Kunstverein Obere Nahe veranstaltet „Abent(h)euer Kunst“ in ehemaliger Eisenhütte. Bildende Kunst, Literatur und Musik sind vertreten.

 Unter dem Motto „Abent(h)euer Kunst“ verspricht der Kunstverein Obere Nahe am Wochenende, 17. und 18. August, ein Kulturspektakel in der historischen Eisenhütte Abentheuer. Dabei werden alle Sparten des Vereins – Bildende Kunst, Literatur, Fotografie, Schauspiel und Kulturreisen – sowie Musiker und die Flausenfabrik mit dem Clown Otsch vertreten sein. In einer Kreativwerkstatt kann mit Natur- und Recyclingmaterialien in eigene Fantasiewelten eingetaucht werden, ein Klangturm lockt mit  Wahrnehmungsspielen.

Die Fotogruppe des Kunstvereins baut im Garten des Herrenhauses ein Freilicht-Fotostudio auf und erstellt von Besuchern Portraitfotos in diesem historischen Ambiente. Die Theatergruppe Frauenmantel erweckt die Ruine auf dem Gelände der Eisenhütte zum Leben mit einer  Performance über Heimaten, Fremdsein und Zuhause. In dem 15-Minuten-Stück „Heimat, die ich meine“ spielen Julia Besand, Sylvie Doll, Susanna Kirschner, Inge Kölle, Doris Müller, Diana Seifert und Christine Ottenbreit.

Literaten des Vereins präsentieren sich auf vielfältige Weise. Christa Brunner wandelt über das Gelände und erzählt heiter-skurriler Kürzestgeschichten, teilt ein Sprecher mit. Wolfgang Hey liest im Salon Geschichten mit hintergründigem Humor. In einem Erzählzelt lässt Michael Juraß Erzählkunst lebendig werden. Hans-Jürgen Werle gibt an der Ruine die Geschichte vom Eisenleckkäfer zum Besten, und Jörg Staiber nimmt mit auf die Stationenlesung „Letzte Abfahrt Eisenhütte – eine Episode aus dem Jahr 1968“.

Die Bildenden Künstler zeigen ihre Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Skulptur und Installation im alten Herrenhaus sowie auf dem Gelände. Mit dabei sind Hans Benda, Bärbel Busch, Kornelia Doll, Armin Peter Faust, Gisela Gross, Herbert Heß, Raymond Pauquet, Lothar Prediger, Anita Reichhardt, Harma-Regina Rieth, Heidi Rüter, Birgit Sagel, Helmut Schmid, Luise Schwarz, Rolf Seul, Ernst Slavik, Heidi Stöhr, Karin Waldmann, Margit Wehle-Heich, Birgit Sagel und Alexius Wichtler.

Nada Vitz wird auf dem Hang, einem mit der Hand geschlagenen Blechinstrument, an verschiedenen Stellen des weitläufigen Geländes  dynamische Klanglandschaften entstehen lassen. Sarah Jasmin ist in der heimischen Jazzszene längst keine Unbekannte mehr. Die deutsch-marokkanische Sängerin präsentiert Songs der großen Jazzsängerinnen wie Billy Holiday, Ella Fitzgerald oder Nina Simone.  Bandleader Jürgen Weinz an der Gitarre hat seit vielen Jahren die regionale Jazzszene geprägt, ihm stehen Gitarrist Michael Weis, Bassist Sven Bohrer und der Saxophonvirtuose Jürgen Letter zur Seite.

Sarah Jasmin tritt am Samstag um 19 Uhr auf. Foto: Michael Heidrich

Der aus Abentheuer stammende junge Musiker Jascha Giebel bewegt sich mit seiner Akustikgitarre und Gesang von Pop bis Jazz.   Die Singer-Songwriterin und Gitarristin Monica Tomasi stammt aus Brasilien und gehört zu einer Generation, die weiß, was sie zu sagen hat.  Es ist brasilianischer Pop voller Leichtigkeit jenseits der Einflüsse von Bossa Nova und Samba.

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