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Kürzere Strecke, mehr Spektakel

Kürzere Strecke, mehr Spektakel

Nur bei der Wertungsprüfung Peterberg haben Rallyefans die Gelegenheit, die Fahrkünste der besten Piloten der Welt bei der Deutschland-Rallye im Saarland zu verfolgen. Um die Strecke noch attraktiver zu machen, ist der Streckenverlauf geändert worden. Die Sekundenjagd wird in Braunshausen gestartet.

Es ist Freitagmorgen gegen neun Uhr auf dem Peterberg. 24 Stunden Vorbereitungszeit bleibt Thorsten Greiner, dem Leiter der Wertungsprüfung (WP) Peterberg, noch, um die Strecke herzurichten. Der Losheimer wirkt entspannt. "Weil der Showstart in Köln am Donnerstag stattfand, haben wir mit unseren Vorbereitungen einen Tag früher begonnen", sagt Greiner. Die Piloten fuhren die Strecke schon am Dienstag ab.

Start in umgekehrter Richtung

Gegenüber dem vergangenen Jahr wird die Prüfung dieses Mal nicht mehr in Primstal, sondern in Braunshausen gestartet. Greiner erklärt: "An der Charakteristik hat sich aber dadurch nichts geändert. Sie ist um 140 Meter kürzer, hat aber an Attraktivität gewonnen." Den Zuschauer wird noch mehr Spektakel geboten. "Braunshausen ist für den Start besser geeignet als Primstal", betont der WP-Chef. Der Zuschauerpunkt am Startbereich bietet den Motorsportfreunden eine gute Möglichkeit, die erste Beschleunigungsphase von Tempo null berghoch zu beobachten. "Für die Piloten kommen dann sofort die kniffligen Serpentinen durch das folgende Waldstück", fügt Greiner an.

Auch der Zuschauerpunkt an der Peterbergkapelle sei nach der spitzen Linkskurve die lange Gerade gut einsehbar. Mit besonders vielen Zuschauern rechnet Greiner an den drei Zuschauerpunkten in Eiweiler, mit der spektakulären Spitzkehre am Eifelbach oberhalb vom Hufhof. "Durch den nun umgekehrten Start ist in Eiweiler ein Zuschauerpunkt dazugekommen", freut sich Eiweilers Ortsvorsteher Michael Orth.

Die ersten Rallyefans würden mit ihren Wohnmobilen erfahrungsgemäß bereits am Vorabend des WP-Starts in Eiweiler eintreffen. "Auf allen Flächen können wir insgesamt 7000 Zuschauer unterbringen", berichtet Greiner. Den größten Andrang erwartet er in den Mittagsstunden am Samstag, bevor die Boliden zum zweiten Mal über den Peterberg rasen. "Viele Fans, die die Rallye begleiten, werden dann nicht mehr zur Panzerplatte nach Baumholder weiterfahren, sondern die WP am Peterberg verfolgen", glaubt Greiner.

200 Helfer im Einsatz

Mehr als 300 Meter Sperrgitter sind aufgestellt worden, in den Kurven sind Dutzende Strohballen platziert worden. 100 Leute befassen sich mit der Durchführung der WP, weitere 100 Personen aus den ortsansässigen Vereinen lenken den Besucherstrom auf die Parkplätze und kümmern sich um die Bewirtung. Übrigens: Der Arbeitstag von WP-Leiter Greiner beginnt am Samstagmorgen um halb fünf in der Früh, gegen 20 Uhr hat er Feierabend.

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Auf einen Blick Die Wertungsprüfung am Peterberg führt von Braunshausen über Eiweiler bis nach Primstal und steht zwei Mal auf dem Programm: an diesem Samstag als Wertungsprüfung 10 um 9.06 Uhr und am Nachmittag als Wertungsprüfung 13 um 15.28 Uhr. frf