Kritische Kreuzung entschärfen

In seiner Sitzung am 20. Februar soll der Heusweiler Gemeinderat entscheiden, wie der Knotenpunkt Saarlouiser Straße, Trierer Straße, Saarbrücker Straße an der Bundesstraße 268 umgestaltet wird.

Die Kreuzung Saarlouiser Straße, Trierer Straße, Saarbrücker Straße soll umgebaut werden (wir berichteten mehrfach). Drei mögliche Umbauvarianten hat der Landesbetrieb für Straßenwesen (LfS) erarbeitet und der Heusweiler Verwaltung vorgeschlagen: einen Verkehrskreisel, eine Ampel sowie eine Ampel plus Rechtsabbiegerspur aus der Trierer Straße heraus. Eine Entscheidung, für welche Variante der Gemeinderat sich entscheidet, soll in der Ratssitzung am 20. Februar fallen. Der Bau- und Verkehrsausschuss des Heusweiler Gemeinderates hat jetzt auf Antrag der Naturverbundenen Ökologischen Liste (NÖL) eine weitere Variante beraten: Die NÖL schlägt vor, dass in der Saarbrücker Straße - aus Richtung Riegelsberg kommend - eine Linksabbiegerspur plus Ampel angelegt wird. Alternativ dazu möchte die NÖL, dass eine "Einfädelspur" aus der Saarlouiser Straße für Linksabbieger in die Trierer Straße Richtung Eiweiler mit Induktionsschleife angelegt wird. Das Rechtsabbiegen aus der Saarlouiser Straße könnte mit einer Ampel mit grünem Pfeil geregelt werden, schlägt die NÖL vor. Sie begründet ihre Vorschläge damit, dass die Linksabbieger aus der Saarlouiser Straße heraus den größten Anteil an den Verkehrsproblemen an dieser Stelle hätten. Die Autos, die von dort Richtung Eiweiler wollen, müssen derzeit sehr lange warten, bis sie sich in den Verkehr einfädeln können. "Die bisherigen Lösungsansätze des LfS sehen für diesen Bereich keine Aufsplittung der Fahrspuren in Rechts- und Linksabbiegerspur vor", schreibt die NÖL in ihrem Antrag. NÖL-Vertreter Rüdiger Flöhl fehlte in der Ausschusssitzung, dennoch behandelte der Ausschuss den Antrag. Eine Doppelspur aus der Saarlouiser Straße heraus für Rechts- und Linksabbieger sei aus baulichen Gründen nicht machbar, meinte Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU). "Dafür bräuchte man Grundstückskäufe", meinte Redelberger. Er betonte aber, "dass die Idee grundsätzlich nicht verkehrt ist, wenn es der LfS innerhalb des baulichen Rahmens hinbekommt". Deshalb beauftragte der Bauausschuss den LfS, die von der NÖL vorgeschlagene Variante auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. "Wir müssen das bis 20. Februar hinbegekommen, dann muss eine Entscheidung fallen", sagte Redelberger. Zumal sich in der Trierer Straße weitere Arbeiten ankündigen, voraussichtlich ab Sommer. Es geht um Frischwasserleitungen, Abwasserkanäle, Stromversorgung, Gehwege und Parkbuchten. Maßnahmen, an denen die Gemeindewerke Heusweiler, der Zweckverband Kommunale Entsorgung, Energis und der Landesbetrieb für Straßenbau beteiligt sind. Und die abgestimmt werden müssen, auch mit den Arbeiten an der Problemkreuzung.

Im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung hatte der Bürgermeister unlängst für eine "Ampellösung ohne Abbiegespur" plädiert. Von Verkehrsplanern des Landesbetriebes für Straßenbau habe er sich überzeugen lassen, dass ein Kreisel nicht die beste Lösung ist, sagte Redelberger. Eine Ampel mit intelligenter Schaltung und Videoüberwachung könne flexibler reagieren, sei auch einfacher umzurüsten.