Krankenhäuser fordern mehr politische Hilfe

Krankenhäuser fordern mehr politische Hilfe

Mit einer neuen Kampagne wollen die Krankenhäuser im Saarland und darüber hinaus für mehr Unterstützung durch die Politik kämpfen. Die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter bräuchten „eine Atmosphäre der Wertschätzung“, sagte der Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG), Alfons Vogtel, beim Start der Kampagne mit dem Titel „Wann immer das Leben uns braucht“ gestern am Merziger SHG-Klinikum.

Nach Angaben der SKG beschäftigen die Kliniken im Saarland rund 13 000 Mitarbeiter. Die Häuser seien in ihrer jeweiligen Region einer der größten Arbeitgeber.

Zu den Forderungen der SKG und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zählt, dass Tarifsteigerungen über die Vergütungssysteme refinanzierbar sein müssten, sprich: dass die Kliniken für höhere Personalkosten auch mehr Geld von den Krankenkassen bekommen. Einen Anstieg der Personalkosten, wie sie in den morgen beginnenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Kommunen gefordert würden (ein Sockelbetrag von 100 Euro und ein weiterer Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent), könnten die Krankenhäuser "nicht ansatzweise" bezahlen, so Vogtel. Noch mehr Rationalisierungsdruck ginge zu Lasten von Qualität und Sicherheit. "Die Bundesregierung muss die Finanzierung sicherstellen", forderte der Ex-CDU-Landtagsabgeordnete Vogtel. Der Ärztliche Direktor des SHG-Klinikums Merzig, Professor Matthias Strittmatter, sprach angesichts von jährlich 270 000 stationären Behandlungsfällen im Saarland von einer "neuen Höchstinanspruchnahme" der Kliniken.