Knut-Fest in Mosberg-Richweiler: Sportler schleudern Weihnachtsbäume durch die Luft

Knut-Fest in Mosberg-Richweiler : Vom Christbaum zum Weitwurfgerät

Die Feuerwehr in Mosberg-Richweiler hat am Wochenende ihr erstes Knut-Fest auf dem Sportplatz veranstaltet.

In Mosberg-Richweiler sind am Samstag die Tannenbäume durch die Luft geflogen. Die Kameraden der örtlichen Feuerwehr haben am Sportplatz ihr erstes Knut-Fest veranstaltet und dabei die Meister im Nadelgehölz-Weitwurf ermittelt.

Am Morgen haben die Feuerwehrleute die Sportgeräte, die zuvor die Wohnzimmer der Mosberger weihnachtlich schmückten, zunächst noch einsammeln müssen. „Wir haben 90 Bäume abgeholt“, sagt Löschbezirksführer David Werle. Drei davon sind dann als Wurfmaterial bestimmt worden. Insgesamt 35 Freizeitsportler sind in drei Wettbewerben Herren, Damen und Kinder mit unterschiedlich schweren ausrangierten Tannenbäumen angetreten. „Für den Einstieg war das in Ordnung und wir werden es im nächsten Jahr wiederholen“, kündigt Werle an.

Die Regeln erläutert Werle mit der Flüstertüte. Jedem Teilnehmer ist die Wahl der Wurftechnik freigestellt: Dreh-, Schleuder- oder mit der klassischen Speerwurftechnik sind gefragt. „Jeder hat zwei Versuche. Es darf an der Abwurflinie nicht übergetreten werden und der Baum muss innerhalb des markierten Feldes auf dem Boden aufkommen“, gibt der Löschbezirksführer noch bekannt. Der zweijährige Jonathan hält eine Tanne in den in  Handschuhen eingepackten Händen. Das Gewächs ist mit seinen gerade mal drei dünnen Ästen ein Tännchen, das geradezu auf rührende Weise zur Körpergröße des Werfers passt. Er setzt zum Wurf an. Alle schauen gespannt zu. Dann lassen die Hände das nadelige Ding hinter der Linie einfach plotzen. Mittels moderner Lasertechnik wird für Jonathan eine Weite von 1,80 Metern gemessen. Edward (acht Jahre) schmeißt das Bäumchen 5,10 Meter durch die Luft und gewinnt bei den Kindern.

Die Sportgeräte landen nach hohen Bögen in der Nähe der mit dem Kreidewagen aufgetragenen Markierungslinien. Mancher Wurf glückt, mancher verunglückt, sieht aber lustig aus und sorgt für viel Spaß auf dem Sportplatz. Der weiteste Wurf gelingt Kilian Gassman, dessen Baum nach 6,46 Metern wieder die rote Erde des Sportplatzes berührt. Damit verweist er in der Herrenkonkurrenz Philipp Erfort (6,24 Meter) und Dennis Racioppi (5,55 Meter) auf die Plätze. Erwartungsgemäß wuchtet Joline Müller, Torjägerin in Diensten des Handball-Drittligisten HSG Marpingen-Alsweiler, mit 4,45 Meter den Baum im Damen-Wettbewerb am weitesten weg. Heidrun Seibert (3,85 Meter) und Margot Luther (3,70 Meter) kommen noch auf das Podium. Am Abend zündeln dann die Brandschützer ausnahmsweise einmal selbst und fackeln die Weihnachtsbäume ab.