Knorscheider setzen sich gegen Rad- und Wanderweg zur Wehr

Knorscheider setzen sich gegen Rad- und Wanderweg zur Wehr

Die Knorscheider wollen sich gegen einen geplanten Rad- und Wanderweg auf dem ehemaligen Bahndamm wehren. Sie rufen zur Gründung einer Bürgerinitiative am heutigen Donnerstag auf.

Die Stadt Lebach plant gegen den Widerstand des Knorscheider Ortsrates und der betroffenen Anlieger einen Rad- und Wanderweg auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen Jabach und Körprich. Für die Bürgerinnen und Bürger aus Knorscheid gehe damit ein enormer Verlust an Wohn- und damit Lebensqualität einher, heißt es in einem offenen Brief von Anliegern an den Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill. Am heutigen Donnerstag, 6. Februar, findet aus diesem Anlass um 19 Uhr eine öffentliche Sitzung des Ortsrates im Dorfgemeinschaftshaus statt. Im Anschluss an diese Sitzung soll eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Rad- und Wanderweg gegründet werden.

In dem offenen Brief heißt es unter anderem, dass der Rad- und Wanderweg in erster Linie das Ziel verfolge, die Gemeinde Schmelz an das Radwegenetz anzuschließen. Dass es seit vergangenem Jahr einen im Abstand von etwa 90 Metern parallel verlaufenden Radweg entlang der B 269 von Lebach bis Körprich gibt, werde bei "dieser dreisten Verschwendung von Steuergeldern" mit der Begründung außer Acht gelassen, dass es für den Bau von Radwegen 70-prozentige Bezuschussungen aus EU-Mittel gebe. Doch auch dabei handele es sich um Steuergelder, heißt es.

Obwohl bei der Wegführung, so die beiden Bürgermeister Emanuel (Schmelz) und Lehnert (Nalbach), "noch nicht alles in trockenen Tüchern" (SZ vom 1./2. Februar) beziehungsweise "noch nicht spruchreif" (SZ vom 20. Januar) ist, investiere die Stadt Lebach, bei leeren Stadtkassen, rund 32 000 Euro in die Vergabe eines Planungsauftrages (Stadtratsbeschluss vom 12. Dezember) und 55 000 Euro in die Rodung des ehemaligen Bahndamms zwischen Jabach und Körprich (SZ vom 20. Januar).

Und bei geschätzten Gesamtkosten für den Lebacher Teil in Höhe von 550 000 Euro verblieben immerhin noch mindestens 165 000 Euro, die von der Stadt Lebach zu tragen seien. Und was ist mit den Folgekosten für die Instandhaltung des Weges, wird in dem Brief gefragt. Für die Knorscheider, die ohnehin durch die viel befahrene B 269 stark belastet sind, bedeute dieser Rad- und Wanderweg ein enormer Verlust an Wohn- und damit Lebensqualität.