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Knochencheck in der Adler-Apotheke

Knochencheck in der Adler-Apotheke

Neunkirchen. "Dieses verdammte Nichtwissen." Jürgen Lorz vom Verein Osteoporose Prophylaxe und Früherkennung spricht gern Tacheles auf seinem seit Jahren geführten Kreuzzug gegen Knochenschwund

Neunkirchen. "Dieses verdammte Nichtwissen." Jürgen Lorz vom Verein Osteoporose Prophylaxe und Früherkennung spricht gern Tacheles auf seinem seit Jahren geführten Kreuzzug gegen Knochenschwund. Wie wichtig der ist, zeigen Fälle wie der einer 20-Jährigen, die sich auf Drängen der Mutter am Morgen in der Adler-Apotheke testen ließ: "Ihre Knochendichte lag weit unter dem Grenzwert." Kein Wunder: "Seit 16 macht sie regelmäßig Crash-Diäten." Die Mess-Aktion hier läuft bis 10. Juni.Osteoporose ist zwar eine der zehn wichtigsten Krankheiten. Trotzdem wird sie in der Öffentlichkeit kaum wahr genommen. Auch, weil die Krankenkassen Messungen erst nach einem Knochenbruch bezahlen. "Dann ist es zu spät", ärgert sich Lorz. Unterstützung wie die von Tobias Hans kann er deshalb gut gebrauchen. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion gehört zu den wenigen Politikern, die Lorz Einladungen zum Gespräch plus Test annehmen. Das Tückische am Knochenschwund ist: "Man sieht ihn nicht, und er tut auch nicht weh", so Lorz. Gefährdet ist jede dritte Frau nach den Wechseljahren und jeder siebte Mann. Selbst wer es dank gesunder Ernährung und viel Bewegung im Freien auf die geforderten 1200 Milligramm Calzium pro Tag bringt. Kaffee, Alkohol, Tabak und Medikamente sorgen dafür, dass wir einen Großteil davon wieder verlieren. Ganz zu schweigen von erblicher Vorbelastung und knochenzehrenden Schwangerschaften. "Hier geht es nicht nur um Erkennung und Verhinderung einer Krankheit", würdigte Hans die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. "Man erfährt auch, wo man gesundheitlich steht." Die Aktion zeige zudem, "wie leistungsfähig unsere Apotheken sind". nig