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„Kirche in der Stadt“ steht im Mittelpunkt der Beratungen

„Kirche in der Stadt“ steht im Mittelpunkt der Beratungen

Drei Tage lang steht Homburg ganz im Zeichen der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz. Nach 1971 tagt das höchste Leitungsgremium der Landeskirche, die ihren Hauptsitz in Speyer hat, wieder einmal in der Kreisstadt.

Eröffnet wurde die Synode gestern mit einer vom Homburger Dekan Fritz Höhn gehaltenen Predigt in der Stadtkirche. Zu den Gästen der Landessynode zählte auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie wies auf "die gute Gesprächskultur" sowie "das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Politik und Kirche" hin und bezeichnete die evangelische Kirche als "einen wirklich wichtigen Ansprechpartner" der Landesregierung".

Im Mittelpunkt der Beratungen stehen neben dem Bericht von Kirchenpräsident Christian Schad das Schwerpunktthema "Kirche in der Stadt" sowie das Arbeitspapier "Pfarramt und Dekansamt im Wandel", erklärte Synodalpräsident Henri Franck gegenüber unserer Zeitung.

So habe das Thema "Kirche in der Stadt" in einer ländlich geprägten Landeskirche eine ganz andere Bedeutung als zum Beispiel in der Nachbarkirche im Rheinland. So sei die Herausforderung von Kirche gerade in Mittelstädten heute ganz anders als vor 40 Jahren.

Veränderte Gesellschaft Daran sei jedoch nicht nur die Finanzlage schuld, sondern vor allem die veränderte Zusammensetzung der Gesellschaft mit ihrer Mobilität, aber auch mit ihrer Abwendung von Kirchen und Strukturen, verwies Franck auf die heutige Bestandsaufnahme sowie die Anregung für neue Projekte und Anweisungen. Mit dem Arbeitspapier des Arbeitskreises Zukunft zum Pfarrerbild nähere man sich dem vorläufigen Ende einer Aufgabe. "Es ist einer der letzten Bausteine in unserem Prozess der Zukunftsgestaltung, weil wir viele Fragen auch des künftigen Bildes unserer Kirche von der Frage abhängig gemacht haben, wie das Bild des Geistlichen in Zukunft aussehen wird", sagte Henri Franck.

Letztlich befasse sich die Tagung auch mit der mittelfristigen Finanzplanung für den Zeitraum von 2015 bis 2020. Zwar entwickelten sich die Kirchensteuereinnahmen mit den Steuereinnahmen des Bundes und der Länder "ausgesprochen erfreulich", doch täuschten die steigenden Zahlen nicht darüber hinweg, "dass wir trotz Mehreinnahmen kleiner und ärmer werden", verwies der Synodalpräsident auf die Schlüsselzuweisungen für die Kirchengemeinden.