Kindern neue Hoffnung schenken

Hoppstädten-Weiersbach/Bosen. Arnold Meiborg, Vorsitzender der Indienhilfe Obere Nahe, berichtete in der jüngsten Vorstandsitzung von einem neuen Hilfegesuch, das Pater Franklin an den Verein gerichtet hat. In einem Brief beschreibt er sein Projekt zur Hilfe von Behinderten in Bhopal und bittet um Unterstützung

Hoppstädten-Weiersbach/Bosen. Arnold Meiborg, Vorsitzender der Indienhilfe Obere Nahe, berichtete in der jüngsten Vorstandsitzung von einem neuen Hilfegesuch, das Pater Franklin an den Verein gerichtet hat. In einem Brief beschreibt er sein Projekt zur Hilfe von Behinderten in Bhopal und bittet um Unterstützung.Die Indienhilfe Obere Nahe unterstützt seit mehr als 25 Jahren die Projekte von Pater Franklin Rodrigues. Vorrangig wird besonders das Waisenhaus in Bhopal bei der Hilfe bedacht, wo rund 300 Kinder aus den ärmsten Familien ein Zuhause, eine Schulausbildung und neue Hoffnung geschenkt bekommen.

Auch an die Armenspeisung in Kalkutta wurden Gelder weitergeleitet, von denen Menschen unterstützt werden, die auf Müllhalden leben und sich dort jeden Tag ihr Essen zusammen suchen müssen. Diesen kann durch die Indienhilfe eine warme Mahlzeit am Tag angeboten werden.

Hilfe für Haus der Hoffnung

Nun bittet Pater Franklin um Hilfe für sein "Haus der Hoffnung". In diesem kleinen Dorf kümmert er sich mit seinen Brüdern und Schwestern des Pilar-Ordens um lepröse Patienten, von denen Dutzende körperlich behindert sind. Einige der Lepra-Patienten können nicht laufen und sind auf Rollstühle angewiesen, manche haben keine Zehen mehr und benötigen Spezialschuhe. Andere sind geistig behindert und wurden von ihren Familien am Straßenrand ausgesetzt. "Wir haben sie aufgenommen und geben Ihnen Ihre menschliche Würde wieder", schreibt Pater Franklin. Er erzählt vom 25-jährigen Ram, den seine Mitarbeiter mit schweren Kopfverletzungen, blutüberströmt auf der Straße gefunden haben: "Seine Stimme war kaum zu hören und er konnte seinen Namen nicht sagen; er wollte nach Hause, wusste aber nicht wo sich dieses befindet, er war blind." Heute ist Ram glücklich. Durch eine Operation kann er wieder ein wenig sehen.

Die kranken Menschen mit Mahlzeiten zu verpflegen und zu betreuen ist das kleinste Problem im "Haus der Hoffnung". Hier gilt es dringend benötigte Anschaffungen wie zum Beispiel Rollstühle finanzieren zu können. Auch müssen die Räumlichkeiten zur Pflege und Unterbringung vorhanden sein. Meiborg beratschlagte mit seinen Vorstandskollegen inwiefern dem Hilfegesuch von Pater Franklin nachgekommen werden kann.

Bald steht der Hungermarsch vor der Tür, bei dem neue Spendengelder erhofft werden. Dieser soll am 27. März rund um den Bostalsee stattfinden. Die Indienhilfe Obere Nahe hofft, dass sich viele Wanderwillige zusammenfinden, um gegen den Hunger zu laufen und somit Pater Franklin auch weiterhin unterstützen zu können. Dieser wird übrigens im März auch wieder in der Nahe-Region unterwegs sein und über die schrecklichen Missstände in Indien aufklären. red

Wer schon vor dem Hungermarsch helfen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Spendenkonto: Volksbank Nahe-Schaumberg, Bankleitzahl 590 995 50, Kontonummer 45 27 94 05. Kreissparkasse St. Wendel: BLZ 592 510 20, Kontonummer 4 46 10.