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Ina Otto paart Handwerk mit Gestaltungswillen

Ina Otto paart Handwerk mit Gestaltungswillen

Bosen. Die in Schleiz (Thüringen) geborene Keramikerin absolvierte nach dem Abitur eine Lehre zur Offsetretuscheurin um anschließend an der Hochschule für Kunst in Halle zu studieren

Bosen. Die in Schleiz (Thüringen) geborene Keramikerin absolvierte nach dem Abitur eine Lehre zur Offsetretuscheurin um anschließend an der Hochschule für Kunst in Halle zu studieren. Da die Förderung der künstlerischen Kreativität im Arbeiter- und Bauernstaat begrenzt waren, entschloss sich Ina Otto als freie Künstlerin zu arbeiten und schloss sich dem Verband Bildender Künstler an, bekam eine Lizenz und fand eine Nische im Mangelsystem. Nach Zeichnen, Gestalten und Modellbau begann sie als Autodidaktin keramisch zu arbeiten. Obwohl sie in ihren Ausstellungen und in Galerien einen Großteil ihrer Werke verkaufte, entschloss sie sich, nach dem Fall der Mauer in den Westen zu gehen. Sie lebt und arbeitet in Braunschweig, unternahm zahlreiche Studienreisen nach Österreich, Polen, Ungarn in die Sojwetunion und die CSSR und hat bis heute einen erfolgreichen Weg als Künstlerin zurückgelegt, der sich in vielen Ausstellungen und Auszeichnungen widerspiegelt. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit ist Ina Otto als Dozentin an Kunstschulen in Braunschweig, Wolfenbüttel, Northeim und Göttingen tätig. In der Ausstellung "Tonwerte" zeigt sie scripturale Objekte, Büsten, Schalen und Vasen und auch Bilder, die oft auf der Basis von Gruppen- oder Themenkomplexen entstanden, weil sie ein inhaltliches Problem unter verschiedenen Aspekten umfassend untersuchen und darstellen kann. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Grundproblem der Plastik - dem Verhältnis von Körper und Raum. Handwerkliches Können verbindet sich mit Formbewusstsein und Gestaltungswillen zu einer subtilen Einheit und damit zu autonomen Kunstwerken, die sich im Grenzbereich zwischen keramischer Produktion und freier Bildhauerei bewegen. redDie Ausstellung wird am Sonntag, 10. Mai, gegen 11 Uhr eröffnet. In der Folge sind die Werke der Künstlerin zu sehen bis zum 19. Juni. Die Öffnungszeiten sind jeweils freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei.