Hiobsbotschaft vor dem Endspiel

Die finalen 90 Spielminuten an diesem Sonntag entscheiden über die künftige Liga-Zugehörigkeit des FC Marpingen und des VfB Theley. Der VfB musste dabei noch unter der Woche einen Rückschlag verkraften.

Der letzte Spieltag in der Fußball-Verbandsliga hat für die Teams des FC Hellas Marpingen und des VfB Theley echten Endspiel-Charakter. Relativ gut sieht es für den FC Hellas aus. Die Mannschaft ist mit 36 Punkten Liga-Elfter und hat zwei Punkte mehr auf dem Konto als der SV Wustweiler auf dem ersten Abstiegsplatz. Zu Gast an diesem Sonntag ist der Tabellenzweite DJK Ballweiler-Wecklingen. Diese Elf ist zwar mit ihren fünf Siegen in 14 Spielen in der Fremde nicht besonders auswärtsstark - doch die DJK ist im Kampf um Relegationsplatz zwei auf jeden Punkt angewiesen. Marpingens Trainerduo Frank Kessler und Thomas Alt hätten sich das Herzschlagfinale gerne erspart. "Aber immerhin haben wir es in der eigenen Hand. Und so gehen wir es auch an", lautet Kesslers Vorgabe.

Schwieriger ist die Lage bei Ligakonkurrent VfB Theley. Der muss im Auswärtsspiel in Furpach auf Torwart Georg Amann verzichten. Der Spielertrainer prallte beim 2:0-Erfolg gegen Habach mit Verteidiger Christian Barth und einem Gegenspieler zusammen. Verdacht auf Kreuzbandriss, so lautete die erste Diagnose. "Das ist für Georg und uns ganz bitter", bedauert VfB-Routinier Timo Atz. Für Amann wird nun Ersatztorwart Michael Seibert im Kasten stehen. In Furpach will Atz sich mit dem Klassenverbleib von der Verbandsligabühne verabschieden. "Dass ich aufhöre, glaubt mir ja keiner. Aber es ist so", stellt der der 37-Jährige klar.

Amann hatte den Mittelfeldspieler in der Winterpause reaktiviert, der VfB holte mit ihm 20 Punkte. Trotz der nun 35 Zähler hat Theley den 13. Rang aber nicht verlassen können. Der Abstand auf Wustweiler beträgt nur ein Pünktchen - der SV empfängt am Sonntag den Tabellen-Siebten St. Ingbert. "Wir bleiben ganz ruhig, schnappen uns die drei Punkte und dann sind wir durch", sagt Atz entspannt.

Aus der Fußball-Verbandsliga Nordost können maximal vier Mannschaften in die Landesliga absteigen. "Der Zwölftplatzierte ist in jedem Fall gerettet", erklärt Klassenleiter Hartmut Seibert. Die Liga würde sich in der nächsten Spielzeit auch aus 17 Mannschaften zusammensetzen können. Dann, wenn sich etwa die Zahl der Absteiger aus der Saarlandliga in die Verbandsliga Nordost noch erhöhen sollte. Oder zudem der Zweitplatzierte der Verbandsliga Nordost in den Aufstiegsspielen zur Saarlandliga scheitern würde. Die Tabelle wird bei Punktgleichheit nach dem direkten Vergleich berechnet. Daraus kann sich für den FC Hellas Marpingen und den VfB Theley eine besondere Situation ergeben: Die Aufeinandertreffen beider Mannschaften endeten 1:1 und 0:0. Sind am Sonntag beide Teams punktgleich und es geht noch um die Ermittlung einer für den Abstieg relevanten Platzierung, käme es am Mittwoch zu einem Entscheidungsspiel. Das gleiche Szenario kann Marpingen blühen, wenn die Mannschaft punktgleich mit dem VfB Hüttigweiler die Runde beendet.