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Heizung im Kindergarten in Neunkirchen/Nahe fiel aus

Heizung defekt : Wenn morgens um 7 das Telefon klingelt

Im katholischen Kindergarten Neunkirchen/Nahe war die Heizung ausgefallen. Wenn möglich, sollten die Kinder zu Hause bleiben. Mittlerweile wurden neue Wärmepumpen bestellt.

Dienstag,  7 Uhr. Bei Verena Manz, Vorsitzende des Elternausschusses des katholischen Kindergartens Neunkirchen/Nahe, klingelte das Telefon. Die Heizung in der Kindertagesstätte sei ausgefallen, teilte die Leiterin mit. Und Manz informierte nun die anderen Eltern, dass diese nach Möglichkeit ihre Kinder zu Hause betreuen sollten. „Viele Eltern waren verständlicherweise unzufrieden, weil das doch sehr kurzfristig war“, sagt Manz. Aber: Es gab auch eine Notbetreuung. Denn lediglich zwei der vier Gruppenräume seien kalt gewesen. Wer also keine Ersatzbetreuung fand, konnte sein Kind in den Kindergarten bringen.

Diese Situation, so erzählt Manz weiter, habe sich  abgezeichnet. Nicht erst, weil bereits am Montag ein Krippen-Raum und das Büro der Leiterin kalt gewesen seien. Sondern auch, weil die Leitung bereits im September eine Mängelliste ans Bistum Trier geschickt habe. Bisher ohne Erfolg, wie Manz kritisiert. „Die Leiterin und ihr Team versuchen wirklich alles, um den Betrieb am Laufen zu halten“, betont die Sprecherin des Elternausschusses, dass der Unmut sich nicht gegen das Kindergarten-Personal richte. Sondern eher in Richtung des Bistums Trier.

Eine Sprecherin des Bistums bezieht auf Anfrage der SZ Stellung: „Bedauerlicherweise kam es infolge des Ausfalls der Heizung in der Kita St. Martin in Neunkirchen/Nahe zu Unannehmlichkeiten für Eltern und Kinder.“ Seit die Kita-Leitung am Montagmorgen darüber informiert habe, dass nicht alle Räume beheizt werden können, habe das Bistum Trier zur Unterstützung der Kirchengemeinde, die Bauträgerin ist, und der katholischen KiTa gGmbH Saarland, die Betriebsträgerin ist, mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. So wurde am Dienstag ein mobiles Heizgerät aufgestellt. „Damit konnte zumindest ein Teil der Kita-Räume beheizt werden“, so die Bistumssprecherin weiter. Seit Mittwoch herrscht in der Kita wieder Regelbetrieb und alle Kinder können betreut werden.

Auch auf die bereits bekannten Mängel geht die Sprecherin ein: „Im Oktober gab es einen Vorort-Termin mit den Vertretern des Bistums und der Kita-Leitung sowie einem Ingenieurbüro für technische Gebäudeausrüstung.“ Dabei sei evaluiert worden, ob die im Jahr 2014 eingebaute Heizung repariert oder ausgetauscht werden muss. Schlussendlich haben sich die Hoffnungen für eine nachhaltige Reparatur zerschlagen. Die Kosten für die neue Heizungsanlage – inklusive Handwerker-Honorare und Miete für die mobile Heizung – liegen nach Bistumsangaben bei rund 90 000 Euro.

In Folge wurde die Finanzierung mit den fünf Zuschussgebern (Bildungsministerium, Landkreis St. Wendel, Gemeinde Nohfelden, Bistum Trier und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) abgesprochen. Die Finanzierung sei nun geklärt; „zwei neue Wärmepumpen wurden bereits bestellt“. Ein genauer Liefertermin stehe noch nicht fest. Das Bistum rechnet aber damit, dass die Pumpen nicht vor Anfang Januar geliefert werden. Sorgen, dass morgen ums 7 Uhr wieder das Telefon klingelt, müssten sich Eltern aber nicht. „Bis zum Einbau der neuen Wärmepumpen ist der Heizungsbetrieb in der Kita St. Martin mit der mobilen Heizung sichergestellt“, verspricht die Sprecherin.