Grundschuleltern halten Inklusionsgesetz von Commerçon für übereilt

Grundschuleltern halten Inklusionsgesetz von Commerçon für übereilt

. Die Landeselternvertretung (LEV) Grundschulen im Saarland hat gestern den Gesetzentwurf von Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) zur Inklusion behinderter Kinder an Regelschulen ab kommendem Schuljahr scharf kritisiert.

"Nahezu alle Rahmenbedingungen sind unzureichend oder nicht vorhanden, nicht umgesetzt und an den Grundschulen in dem anvisierten Zeitraum bis zur generellen Einführung zum Schuljahr 2014/15 nicht realisierbar", sagten die LEV-Chefin Martina Maréchal-Petak, ihr Vize Stefan Kreis und die Vorstände Tino Andernach, Carmen Simmet und Ole Franke. Es fehlten für die Umsetzung an den 162 Grundschulen vor allem die genügende Anzahl an ausgebildeten Förderlehrern, die Umbauten an den Schulen und Lehr- und Lernmittel für die behinderten Kinder. Es sei nicht nachvollziehbar, warum sieben Jahre nach der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention nun "völlig übereilt und weitgehend unvorbereitet ein Gesetz eingebracht werden soll, welches die Schullandschaft neu prägen wird", so die LEV Grundschulen.

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