Großer Abend bei der Feuerwehr

Neunkirchen. "Unsere Feuerwehr hat für die Entwicklung unserer Gesellschaft auch eine Vorbildfunktion." Mit diesem klaren Statement eröffnete Oberbürgermeister Jürgen Fried die Ehrungen und Beförderungen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen im Braustübchen in der ehemaligen Schloss-Brauerei

Neunkirchen. "Unsere Feuerwehr hat für die Entwicklung unserer Gesellschaft auch eine Vorbildfunktion." Mit diesem klaren Statement eröffnete Oberbürgermeister Jürgen Fried die Ehrungen und Beförderungen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen im Braustübchen in der ehemaligen Schloss-Brauerei. Dabei ehrte der Verwaltungschef gemeinsam mit dem stellvertretenden Wehrführer Franz-Josef Wagner und dem Kreisbrandinspektor Werner Thom 27 Feuerwehrmänner für ihr ehrenamtliches Engagement über 20, 25, 30 und 40 Jahre. Im Anschluss wurden die Beförderungen ausgesprochen. Insgesamt 32 Personen kamen in den Genuss einer Beförderung. Diese reichten von Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann bis zum Hauptbrandmeister. Außerdem darf sich Neunkirchens Wehr über drei neue Hauptfeuerwehrmänner, sieben Löschmeister, drei Oberlöschmeister, drei Hauptlöschmeister, neun Brand- und einen Oberbrandmeister freuen. Einen besonderen Applaus erhielt Karin Sturm. Sie ist jetzt die erste Brandmeisterin in Neunkirchen und im Landkreis Neunkirchen überhaupt.Gesellschaftliche BedeutungBei seinem Dank für das ehrenamtliche Engagement und die Einsatzbereitschaft der Neunkircher Wehr hob Oberbürgermeister Fried die gesellschaftliche Bedeutung der Feuerwehr hervor. Denn gerade bei der Wehr könnten Menschen erfahren, was Gemeinschaftsgefühl und der Wille zur staatsbürgerlichen Mitverantwortung heißt. Sie lernten eine Reihe von Werten, die in der Gesellschaft manchmal in den Hintergrund geraten oder abgetan werden: Zuverlässigkeit, Pflichterfüllung, Rücksicht und Solidarität. Die Gesamtwehr verfügt derzeit über insgesamt 314 aktive Feuerwehrangehörige, der Jugendwehr gehören 110 Jugendliche und der Alterswehr 106 Mitglieder an. "Die große Zahl an Jugendlichen, die das Engagement bei der Feuerwehr 'cool' finden, macht mich optimistisch, dass auch künftig die Schlagkraft unserer Feuerwehr gewährleistet ist", ist sich der Verwaltungschef sicher. Eine schlagkräftige Feuerwehr sei auch dringend nötig, denn im Durchschnitt ist jeden Tag ein Einsatz fällig. Insgesamt haben dieses Jahr 4066 Einsatzkräfte 337 Einsätze abgewickelt. 86 dieser Einsätze dienten dabei der Brandbekämpfung, 128 Einsätze wurden im Rahmen der technischen Hilfeleistung "gefahren". 14 Mal musste die Wehr zur Beseitigung von Ölschäden ausrücken. 18 Einsätze galten der Personenrettung. Dabei wurden 18 Personen gerettet, drei konnten leider nur noch tot geborgen werden.1,3 Millionen für die WehrIn diesem Jahr wurden, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, rund 1,3 Millionen Euro in die Feuerwehr investiert, ohne die Kosten für Umbau und Sanierung der Feuerwehrgerätehäuser in Wiebelskirchen und der Innenstadt, die in diesem und im nächsten Jahr mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. red