Große Geburtstagsparty in Walhausen

Walhausen. Beim Fußball gehe es in vielen großen Vereinen um Millionen. Darauf komme es aber nicht an, wenn man dieses Spiel betreiben möchte. Das beweise der Walhauser Fußballclub schon seit vielen Jahren. Mit diesen Worten gratulierte der Nohfelder Bürgermeister Andreas Veit am Samstagabend im Festzelt am Sportplatz vor 100 Gästen dem 80 Jahre alten Verein

Walhausen. Beim Fußball gehe es in vielen großen Vereinen um Millionen. Darauf komme es aber nicht an, wenn man dieses Spiel betreiben möchte. Das beweise der Walhauser Fußballclub schon seit vielen Jahren. Mit diesen Worten gratulierte der Nohfelder Bürgermeister Andreas Veit am Samstagabend im Festzelt am Sportplatz vor 100 Gästen dem 80 Jahre alten Verein. Er sei der größte im Dorf, und Andreas Veit sagte ihm deshalb eine gute Zukunft voraus, weil er neben Fußball auch andere sportliche Aktivitäten anbiete. Er nannte das Senioren- und das Kinderturnen, das Boulespiel und das besondere Sportprogramm für behinderte Menschen. Wie es mit dem Walhauser Sportplatz weitergehe, der saniert werden müsse, konnte der Rathauschef noch nicht sagen. Die Gemeinde sei bestrebt, Sportplätze in die Obhut der Vereine zu geben und ihnen deshalb einen größeren Zuschuss zu gewähren. In Walhausen seien diese Verhandlungen aber noch nicht zum Abschluss gekommen. Er rechne jedoch bald mit einem guten Ende. Auch in Walhausen sei Fußball der Sport Nummer eins, sagte Ortsvorsteher Werner Jost. Die lange Vereinsgeschichte habe gezeigt, dass der Fußballclub Höhen und Tiefen durchgemacht habe. Jost hob besonders die Vereinstreue seiner Mitglieder hervor. Viele Aktiven würden sich, wenn sie mit dem Fußballspielen aufhörten, nicht zur Ruhe setzen, sondern sich im Verein ehrenamtlich betätigen. Vereinsvorsitzender Rudi Gelzleichter freute sich über die vielen Gäste beim Festabend. Prominente GratulantenNeben Abordnungen aus fast allen Ortsvereinen konnte er auch den Vertreter des Saarländischen Fußballverbandes, Stefan Alt, den Vorsitzenden des Turngaues Blies, Walter Licht, sowie den Vizepräsidenten des Saarländischen Turnerbundes, Kurt Lothar Pontius, willkommen heißen. Letzterer ehrte den Turner Gerd Fries für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit mit der goldenen Ehrennadel und einer Urkunde. Weitere 25 Mitglieder wurden durch den Vereinsvorsitzenden geehrt. Die quirlige Kinderturngruppe begeisterte mit ihren fetzigen Tänzen. Originalton des Vereinschefs: "Wenn doch unsere Fußballer nur so gelenkig wären wie diese kleinen Turnerinnen." Im Laufe des Abends wurden Fotos aus der 80-jährigen Geschichte des Vereins auf die Leinwand projiziert. Drei Tage lang stand das Dorf im Zeichen von Spiel und Sport. Jugendteams und aktive Mannschaften jagten dem runden Leder nach. Viel Spaß erlebten Spieler und Zuschauer beim Hobby-Dorfturnier, bei dem sich die Teams lustige Namen wie "Lattenknaller", "Die Trollis" oder "Stoppelhopser" gegeben hatten. Auch am Bouleturnier beteiligten sich viele Sportler. Der FC Walhausen, der heute 220 Mitglieder hat, wurde 1929 von einer kleinen Schar Jugendlicher gegründet. Aber schon in den Jahren vorher hatten Zöllner und Bahnbedienstete im Dorf Fußball gespielt. Nach dem Krieg ging es ab 1950 weiter mit einer Jugendmannschaft. Den größten Erfolg verbuchten die Aktiven in der Saison 1958/59, als sie Meister ihrer Klasse wurden. Zurzeit sind zwei aktive Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet. gtr

Auf einen BlickDie Ehrungen beim Fußballclub 1929 Walhausen: 25 Jahre: Helmut Ahlburg, Konrad Baltes, Stefan Carlisi, Edeltraud Fries, Andreas Günther, Gerd Herz, Gerhard Kramp, Achim Lang, Herbert Meier, Peter Meier, Karl-Martin Müller, Henrik Nagel, André Nagel, Marco Nagel, Rita Nagel, Achim Pagliarini, Georg Peiffer, Ulrike Peiffer, Paul Schmitt, Gisbert Schmitz, Bernd Schweig, Waltraud Simon, Oliver Thome und Steffen Weber. 50 Jahre: Harald Mohr. Besondere Verdienste: Gerd Fries. gtr